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"Angetrieben von Hass und Neid": Tschechischer Präsident kritisiert Abriss von Konew-Denkmal

"Angetrieben von Hass und Neid": Tschechischer Präsident kritisiert Abriss von Konew-Denkmal
Am leeren Sockel in Prag, auf dem früher das Denkmal für den sowjetischen Marschall Iwan Konew stand, wird ein Foto der Statue auf einem Handy aufgerufen
In Prag wurde das Denkmal für Iwan Konew, Marschall der Sowjetunion, demontiert, der mit seinen Truppen der Roten Armee die Stadt 1945 von der deutschen Besatzung befreit hatte. Der tschechische Präsident hat den Schritt kritisiert und als dumme Entscheidung bezeichnet.

Die Entfernung des Denkmals für den sowjetischen Marschall Iwan Konew, der 1945 die sowjetischen Truppen bei der Befreiung Prags anführte, sei ein dummer Schachzug von Menschen, die in ihrem Leben nichts erreicht hätten. Das erklärte der tschechische Präsident Miloš Zeman. In einem Interview mit dem Lokalsender iPrima betonte der Staatsmann:

Marschall Konew, der nicht nur Prag, sondern auch [das Nazi-Todeslager] Auschwitz befreite, hat seinen Platz in Prag voll und ganz verdient.

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Zeman bezeichnete die Demontage des Denkmals für den Kommandeur der 1. ukrainischen Frontarmeegruppe und einen der gefeiertsten Generäle der Roten Armee des Zweiten Weltkriegs als "eine lächerliche und dumme" Entscheidung.

Diejenigen, die dahinter stehen, "haben in ihrem Leben nichts erreicht. Sie sind eifersüchtig auf diejenigen, die erfolgreich waren. Leider gibt es eine ganze Reihe solcher Menschen. Sie werden von Hass und Neid getrieben", sagte er.

Die Behörden des sechsten Bezirks in der tschechischen Hauptstadt Prag entfernten Anfang April die Konew-Statue von ihrem Sockel. Inmitten der Abriegelung infolge der Corona-Maßnahmen scherzte Bezirksbürgermeister Ondřej Kolář, dass der bronzene Kommandant bestraft werde, weil er "keine Maske trug".

Kolář wurde online sowohl wegen seiner spalterischen Politik als auch wegen seines marginalen Sinnes für Humor kritisiert. Viele verdächtigen ihn auch, sich während der COVID-19-Krise bewusst dafür entschieden zu haben, das Denkmal abzureißen, um Proteste wie die, die im vergangenen September stattfanden, als die Entscheidung über die Statue getroffen wurde, zu verhindern.

Dieser Schritt löste eine harte Reaktion Moskaus aus, das sich aktiv den Versuchen des Westens und einiger osteuropäischer Nationen widersetzt, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs neu zu schreiben. Die Demontage des Denkmals wurde als "dunkler Tag" in der Geschichte Prags und als "Provokation" bezeichnet, die die Beziehungen zwischen Russland und der Tschechischen Republik beschädigen sollte.

Konews Statue soll Ausstellungsstück in einem Museum werden, das den "totalitären Regimen" gewidmet ist, die in verschiedenen Epochen auf tschechischem Territorium präsent waren.

Das bedeutet, dass der sowjetische Kommandeur, der im Mai 1945 in Prag als Held willkommen geheißen wurde, wahrscheinlich Teil derselben Ausstellung sein wird wie die Nazis, die den tschechischen Teil der damaligen Tschechoslowakei im März 1939, Monate vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, annektierten. Es ist jedoch derzeit nicht bekannt, wo und wann dieses Museum eröffnet wird, falls es überhaupt jemals eröffnet wird.

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