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Im Kampf gegen die Türkei: Syrien und Libysch-Nationale Armee unterzeichnen Memorandum

Im Kampf gegen die Türkei: Syrien und Libysch-Nationale Armee unterzeichnen Memorandum
Der gemeinsame Feind eint: Erstmals traf in Syrien eine Delegation der von General Haftar geführten Libysch-Nationalen Armee (LNA) ein. In Libyen kämpft die LNA gegen das türkische Militär, das am Sonntag auch in Nordsyrien die "Operation Frühlingsschild" eingeleitet hat.

Die Kämpfe in Libyen zwischen der international anerkannten "Regierung der Nationalen Übereinkunft" (Government of National Accord: GNA) und der von General Chalifa Haftar geführten Libysch-Nationalen Armee (LNA) halten trotz aller Friedensverhandlungen an. Das Militär der GNA kontrolliert nur noch die Hauptstadt Tripolis sowie einige Küstenregionen, während die LNA weite Teile des Landes beherrscht und in den vergangenen Wochen auf Tripolis vorgerückt ist. Beide Parteien betrachten sich selbst als legitime Regierung Libyens.

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Größter militärischer Unterstützer für die Regierung in Tripolis ist die Türkei. Ankara entsandte in den vergangenen Wochen Tausende Soldaten mitsamt militärischem Gerät sowie Kämpfer aus Syrien nach Tripolis, um den Vormarsch der LNA aufzuhalten.

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Am Sonntag traf erstmals eine offizielle Delegation der LNA in Damaskus ein, die vom syrischen Außenminister Walid al-Muallim in Empfang genommen wurde. Der Delegation gehören der "stellvertretende Ministerpräsident" der LNA-Regierung Abdul-Rahman Al-Ahiresh sowie deren "Außenminister" Abdul-Hadi al-Hawaij an.

Beide Seiten betonten laut der syrischen Nachrichtenagentur SANA die Verbundenheit im Kampf gegen den gemeinsamen Feind: die Türkei. Die Agentur schreibt: 

Die Gespräche während des Treffens befassten sich mit den bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und den Mitteln zu ihrer Reaktivierung in verschiedenen Bereichen in einer Weise, die den Bestrebungen der beiden brüderlichen Völker und den sie verbindenden historischen Beziehungen gerecht wird und die eine kontinuierliche Koordinierung gewährleistet, um sich den ähnlich gelagerten Herausforderungen zu stellen, allen voran der ungeheuerlichen türkischen Aggression gegen die Souveränität beider Länder.

Beiderseitige Eröffnung diplomatischer Vertretungen geplant 

Al-Muallim sprach anschließend von "fruchtbaren Gesprächen". Laut SANA unterzeichneten beide Seiten ein Memorandum, das die Wiedereröffnung diplomatischer Vertretungen beinhaltet. Demnach soll die LNA eine Vertretung in Damaskus eröffnen, während die syrische Seite ihre Vertretung zunächst in Bengasi errichten will – bis Haftars Truppen Tripolis eingenommen haben werden. 

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Nach einem Luftangriff steigt über der Stadt Saraqib eine Rauchsäule auf. Die Stadt ist ein strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt und seit Wochen heftig umkämpft.

Zudem will man sich auf dem diplomatischen Parkett koordinieren, um der "türkischen Einmischung und Aggression gegen die beiden Länder" entgegenzuwirken und Ankaras "expansionistische und koloniale Politik zu entlarven". Am Montag empfing auch Syriens Präsident Baschar al-Assad die libysche Delegation.

Während die Türkei in Libyen die GNA unterstützt, kämpft sie im Norden Syriens Seite an Seite mit al-Qaida-Terroristen, um eine Offensive der syrischen Armee zurückzudrängen. Am Sonntag verkündete die Türkei zudem den Beginn ihrer sogenannten "Operation Frühlingsschild" in der syrischen Provinz Idlib.  

Von der Türkei eingesetzte Kampfdrohnen fügten dem syrischen Militär in den vergangenen Tagen schwere Verluste zu. Auch im Kampf gegen die LNA in Libyen setzt das türkische Militär Kampfdrohnen ein. Am Wochenende wurden allerdings auf beiden Kriegsschauplätzen mehrere türkische Drohnen abgeschossen.    

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