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Coronavirus: Iranisches Parlament setzt Arbeit aus

Coronavirus: Iranisches Parlament setzt Arbeit aus
Ein Mitarbeiter reinigt einen Nahverkehrsbus in Teheran um die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verhindern (Bild vom 26. Februar).
In keinem anderen Land hat das Coronavirus so viele Regierungsmitglieder infiziert, wie im Iran. Die Fallzahlen und Todesfälle steigen täglich, aber das Gesundheitssystem ist aufgrund der US-Sanktionen völlig überfordert und für eine Epidemie dieses Ausmaßes nicht ausgerüstet.

Nach den letzten offiziellen Zahlen aus dem Iran haben sich 388 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 34 Personen sind daran gestorben. Laut dem Gesundheitsministerium in Teheran liegt das Durchschnittsalter bei in Krankenhäuser behandelnden Erkrankten bei 53 Jahren. Die am Virus verstarben, waren im Schnitt 60 Jahre und älter. Elham Scheichi war aber erst 23 Jahre jung, ohne bekannte Vorerkrankungen und Fußballspielerin der iranischen Nationalmannschaft, als sie am Mittwoch in der heiligen Stadt Ghom verstarb.

Die Stadt ist auch das Epizentrum des Ausbruchs, von wo aus sich das Virus rasch weiter verbreitete. Bereits Anfang der Woche gab es lokale Berichte, wonach es in Ghom über 50 Todesopfer gegeben haben soll, was aber von der Regierung in Teheran umgehend als Falschinformation dementiert wurde. 

Dann traf es ausgerechnet den stellvertretenden Gesundheitsminister Iradsch Harirtschi, der zum Beauftragten für das Coronavirus ernannt wurde. Seine Aufgabe war es, die Bevölkerung zu beruhigen und Panik zu verhindern. Aber sein Fernsehauftritt bewirkte genau das Gegenteil dessen, nachdem er stark schwitzend und hustend eine Pressekonferenz abhielt. Am nächsten Tag gab er zu, dass er infiziert ist, zeigte sich aber selbstbewusst: "Wir werden Corona besiegen", sagte er. 

Am Donnerstag wurde dann bekannt, dass die iranische Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar ebenfalls an der Viruserkrankung erkrankt ist. Sie nahm zuvor noch bei einer Kabinettsitzung teil, wo wie neben Präsident Hassan Rohani sitzt. Es sind bislang keine weitere Fälle innerhalb des Kabinetts bekannt.

Dafür setzte aber am Freitag das iranische Parlament seine Arbeit aus, nachdem auch einige Parlamentsabgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Es wurde nicht angegeben, wie lange das Parlament geschlossen bleibt. 

Völlig unbeeindruckt von menschlichen Schicksalen und den bisher noch gar nicht absehbaren Folgen für die Bevölkerung, zeigen sich solche Vertreter des Regime-Change-Projektes im Iran wie Mark Dubowitz. Obwohl der Iran aufgrund der US-Sanktionen nicht in der Lage ist, genügend medizinische Schutzmasken oder überhaupt Testkits zu kaufen, um das Virus bei Menschen mit Symptomen bestimmen zu können, freut sich Dubowitz darüber, dass "Coronavirus das geschafft hat, was die amerikanischen Wirtschaftssanktionen nicht konnten: Stilllegung von Nicht-Öl-Exporten." Der iranische Vizeaußenminister Seyed Abbas Aragtschi nannte es "beschämend und geradezu unmenschlich", dass Dubowitz die Ausbreitung eines "tödlichen Virus bejubelt".

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