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Israel: Islamischer Dschihad verkündet Waffenruhe nach eindringlicher Warnung Netanjahus

Israel: Islamischer Dschihad verkündet Waffenruhe nach eindringlicher Warnung Netanjahus
Archivbild: Mitglieder des Islamischen Dschihad während einer Beerdigung im Gazastreifen. (14. November 2019)
Eine weitere Eskalation zwischen Israel und radikalen Palästinensergruppen im Gazastreifen scheint vorerst gebannt. Der Islamische Dschihad verkündete eine Waffenruhe, die offenbar auch eingehalten wird. Zuvor hatte Israels Ministerpräsident mit einer umfassenden Militäroperation gedroht.

Nach zweitägigen Raketenangriffen auf Israel hat die Palästinenserorganisation "Islamischer Dschihad" in der Nacht zum Dienstag einseitig eine Waffenruhe verkündet. Ein Sprecher der Gruppe teilte mit, diese gelte seit 23:30 Uhr Ortszeit am Montagabend. Bis Dienstagmorgen sei kein Geschoss mehr aus dem Gazastreifen abgefeuert worden, bestätigte eine israelische Armeesprecherin.

Israelische Sicherheitskräfte töten Palästinenser bei Attacken in Jerusalem und an Gaza-Grenze (Archvibild)

Nur eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel war der Konflikt mit dem Islamischen Dschihad erneut eskaliert. Die Gruppierung hatte Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert, nachdem am Sonntag eines ihrer militanten Mitglieder bei einem Angriff an der Gaza-Grenze von israelischen Soldaten erschossen worden war.

Israels Luftwaffe bombardierte daraufhin Ziele des Islamischen Dschihad im Gazastreifen und in Syrien. Die palästinensische Organisation hat ihren Sitz in Damaskus. Bei dem israelischen Angriff in Syrien seien zwei Mitglieder des Islamischen Dschihad getötet worden, erklärte die Organisation anschließend. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von zwei getöteten Mitgliedern des Islamischen Dschihad.

Insgesamt seien seit Sonntag rund 100 Geschosse aus dem Gazastreifen abgefeuert worden, teilte die Armee am Dienstag mit. Etwa 50 davon habe die Raketenabwehr abgefangen.

Netanjahu warnt: Ihr seid als Nächstes dran

Vor der Verkündung der Waffenruhe durch den Islamischen Dschihad hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Führungskräfte der Hamas und des Islamischen Dschihad noch gewarnt. "Wenn die Ruhe nicht zurückkehrt, seid ihr als Nächstes dran", sagte er bei einem Besuch des mobilen Raketenabwehrsystems "Iron Dome" am Montag.

Ein Kampfflugzeug der israelischen Luftstreitkräfte, Archivbild.

Während eines späteren Besuches einer israelischen Siedlung im Westjordanland fügte Netanjahu hinzu:

Ich habe nicht vor, nachzulassen. (…) Wenn sie [die Raketenangriffe auf Israel] nicht vollständig aufhören, müssen wir den Plan aktivieren, den wir für eine umfassende Operation vorbereitet haben.

Netanjahu sagte, er sei sich des Preises bewusst, den die wehrpflichtigen Soldaten der israelischen Armee und ihre Familienangehörigen in einem solchen Fall zahlen müssten.

"Ich stürze mich nicht in den Krieg", sagte der Ministerpräsident, aber wenn Israel gezwungen sei, eine Großoffensive zu starten, dann "wehe der Hamas und dem Islamischen Dschihad, wenn dieser Tag kommt! Es ist ihre Entscheidung."

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter äußerst prekären Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die dort herrschende islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Auch der im Gazastreifen aktive Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

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(rt/dpa)

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