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Erdoğan: Zwei türkische Soldaten in Libyen getötet

Erdoğan: Zwei türkische Soldaten in Libyen getötet
Archivbild
Türkische Truppen befinden sich in Libyen, wo sie die Regierung der Nationalen Einheit im Bürgerkrieg gegen die libysche Nationalarmee des Militärmachthabers Chalifa Haftar unterstützen sollen. Laut des türkischen Präsidenten beklagt Ankara Verluste in diesem Konflikt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Dienstag erklärt, dass zwei Soldaten der türkischen Streitkräfte in Libyen getötet worden seien. Zu den genauen Umständen ihres Todes äußerte er sich nicht. 

"Wir haben dort in Libyen zwei Märtyrer", erklärte er kurz.

Bereits vor zwei Tagen tauchten Berichte über 16 türkische Soldaten auf, die bei den Kämpfen in Tripolis getötet worden seien. Erdoğan hatte bereits über das Wochenende "einige" tote Soldaten bestätigt, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Der türkische Präsident verwies gleichzeitig auf vermeintlich große Verluste in den Reihen der libyschen Nationalarmee, ging aber ebenfalls nicht auf konkrete Zahlen ein.

Das nordafrikanische Land befindet sich seit der Ermordung des libyschen Führers Muammar al-Gaddafi infolge einer NATO-Luftkampagne im Jahr 2011 in einem Bürgerkrieg. Gegenwärtig wird Libyen von zwei großen Fraktionen kontrolliert: Ein Teil des Landes wird von der Regierung der Nationalen Einheit mit Sitz in Tripolis kontrolliert. Die Regierung wird von den Vereinten Nationen anerkannt. In ihr spielen die umstrittenen Muslimbrüder eine große Rolle. Ein anderer Teil des Landes wird von der eher säkular orientierten libyschen Nationalarmee kontrolliert, die gegenüber dem Parlament in Tobruk loyal ist.

Zwischen beiden Seiten herrscht seit April letzten Jahres ein Machtkampf. Haftar kündigte im Dezember eine Entscheidungsschlacht um die libysche Hauptstadt Tripolis an. Die Truppen des Militärmachthabers kontrollieren mittlerweile einen Großteil des Landes. Die Türkei erklärte wiederholt, dass die Haftar-Truppen gegen einen Waffenstillstand zwischen den Bürgerkriegsparteien verstoßen haben. Haftar müsse, so Ankara, gestoppt werden. Haftar ruft indessen zur Mobilisierung gegen ausländische Interventionen auf.

Auf der internationalen Libyen-Konferenz, die Mitte Januar in Berlin stattfand, einigten sich die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs auf die Aufrechterhaltung eines UN-Waffenembargos und die Umsetzung eines Waffenstillstands in Libyen.

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