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Erdoğan droht Syrien: Beginn neuer Ära, Blut unserer Soldaten geflossen, nichts bleibt wie es war

Erdoğan droht Syrien: Beginn neuer Ära, Blut unserer Soldaten geflossen, nichts bleibt wie es war
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan spricht vor Mitgliedern seiner regierenden AKP während eines Treffens im Parlament von Ankara, Türkei, 5. Februar 2020
Der türkische Präsident Erdoğan hat Damaskus nach der Eskalation zwischen türkischem und syrischem Militär im Nordwesten Syriens erneut gedroht. Wenn sich die syrische Armee nicht zurückzieht, werde die Türkei gezwungen sein, "die Sache eben selbst in die Hand zu nehmen".

Am Montag waren in Idlib durch syrischen Beschuss nach offiziellen türkischen Angaben sieben türkische Soldaten und ein ziviler Mitarbeiter des Militärs getötet worden. Die Türkei hatte daraufhin einen Vergeltungsangriff gestartet, bei dem mehrere syrische Soldaten ums Leben kamen.

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Der Vorfall sei laut dem türkischen Präsdienten Recep Tayyip Erdoğan "der Anfang einer neuen Ära in Syrien". Dies erklärte er am Mittwoch vor Vertretern seiner Regierungspartei AKP:

Da, wo das Blut von türkischen Soldaten geflossen ist, können wir nicht zulassen, dass alles so weitergeht wie bisher. Jeder Luft- oder Bodenangriff wird in Zukunft ohne Warnung auf die gleiche Weise beantwortet werden.

Erdoğan erklärte zudem, dass er in einem nächtlichen Telefonat am Dienstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen und gefordert habe, dass die syrischen Streitkräfte sich zurückziehen müssen.

Menschen in der syrischen Provinz Idlib flüchten vor den Kämpfen im Süden in den Norden (Bild vom 30. Januar).

Idlib ist nach fast neun Jahren eines massiv von Außen befeuerten Bürgerkrieges das letzte große Rückzugsgebiet dschihadistischer, vornehmlich al-Qaida-naher Milizen in Syrien. Die syrischen Streitkräfte sind derzeit auf dem Vormarsch. Die Türkei hatte sich mit Russland und Syrien auf eine Deeskalationszone für Idlib geeinigt und zwölf Beobachtungsposten errichtet. Kontrolliert wird das Gebiet von der Miliz Haiʾat Tahrir asch-Scham (HTS), die dem Terrornetzwerk al-Qaida nahesteht. In der Region leben laut westlichen Schätzungen noch rund drei Millionen Menschen. 

Der türkische Präsident kündigte am Mittwoch außerdem an, dass die Türkei ihre Militäroffensive östlich des Flusses Euphrat in den kommenden Tagen fortsetzen könnte. Dort hatte sie im Oktober eine massiv kritisierte Offensive gegen die sogenannten Volksverteidigungseinheiten der Kurdenmiliz YPG begonnen, die Ankara als Terrororganisation betrachtet. Ein Abschnitt der Region steht unter der Kontrolle der Türkei. Von dort hatten sich die kurdischen Kämpfer zurückziehen sollen. Das sei aber nicht der Fall, sagte Erdoğan und betonte:

Wenn in den kommenden Tagen die von uns erwarteten Schritte (...) nicht getan werden, dann werden wir nicht zögern, die Operation Friedensquelle (...) von rechts, links und von unten fortzusetzen.

(rt/dpa)

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