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Nach Abschuss von Passagiermaschine: 70 Prozent weniger Touristen im Iran

Nach Abschuss von Passagiermaschine: 70 Prozent weniger Touristen im Iran
Touristen in einem Teppichgeschäft am Naqsch-e-Dschahan-Platz in Esfahan, Iran, 12. August 2004.
Nach dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine bei Teheran mit 176 Todesopfern gibt es weniger Flüge in den Iran. Rund 70 Prozent der Reisen wurden eingestellt. Die iranische Wirtschaft fürchtet ein Embargo in der Luftfahrt.

Im iranischen Kalenderjahr, beginnend mit dem 21. März 2019, wurde viel in die Tourismuswerbung investiert. Angesichts der angespannten Lage bedarf es laut der Iranischen Handelskammer neuer Maßnahmen. Die iranische Regierung räumte ein, die Passagiermaschine der Ukraine International Airlines am 8. Januar kurz nach deren Start in Teheran abgeschossen zu haben. Alle 176 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Ein "menschlicher Fehler" habe dazu geführt. Der iranische Präsident Hassan Rohani verkündete, es habe erste Verhaftungen gegeben, alle Beteiligten an dem Abschuss würden zur Verantwortung gezogen werden. 

Nach der Bekanntmachung des Abschusses verbot die US-Luftfahrtaufsicht FAA Airlines aus den USA den Überflug über die gesamte Golfregion. Weitere Fluglinien zogen nach, darunter die niederländische KLM, Air France und auch die Lufthansa. Diese stellte ihre Flüge kurzfristig ein. Der Flug LH600 von Frankfurt nach Teheran wurde aufgrund einer veränderten Einschätzung der Sicherheitslage umgeleitet. 

Nachdem die USA den iranischen General Qassem Soleimani mit einer Drohne im Irak getötet hatten, folgten Reisewarnungen von Seiten der USA und Großbritannien, nicht in die Islamische Republik Iran zu reisen. Bis zur Eskalation reisten 6,7 Millionen ausländische Touristen in den Iran. Im Jahr davor waren es 7,8 Millionen Menschen.

Die Mehrheit davon kam aus dem Irak (24 Prozent), gefolgt von Aserbaidschan (17 Prozent), der Türkei (8 Prozent), Pakistan (4 Prozent) und Bahrain (2 Prozent). 46 Prozent kamen aus dem Rest der Welt. Der Iran verfügt über 22 UNESCO-Weltkulturerbestätten. Im Jahr 2018 hatte die iranische Regierung eine stempelfreie Einreise in den Iran beschlossen. Der iranische Stempel im Pass ist bei einem Visumsantrag für die USA beispielsweise hinderlich. 

Ali Shariati von der Iranischen Handelskammer bemängelt den starken Einbruch ausländischer Touristen. Auch aus den Nachbarländern des Iran gibt es derzeit keine direkten Flüge mehr. Dem Iran könnte zusätzlich zu den bestehenden Sanktionen bald ein Luftfahrtembargo drohen. Schon jetzt machen sich die Verluste durch fehlende Transitgebühren im Haushalt bemerkbar. Rund 350 Millionen Dollar hat der Iran bereits eingebüßt.  

Tourismusminister Ali-Asghar Mounesan setzt auf neue Pläne: 

Diese Ereignisse sind ein schwerer Schlag für den Tourismus, aber wir werden dies durch neue Pläne hinter uns lassen und wieder zurück zur Normalität kehren. 

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