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IS freut sich nach US-Ermordung Soleimanis über "göttliche Intervention"

IS freut sich nach US-Ermordung Soleimanis über "göttliche Intervention"
Qassem Soleimani (l.) und Abu Mahdi al-Muhandis (r.) gehörten zu den stärkten Widersachern des IS im Irak und in Syrien. Ihre Ermordung durch die USA wird nun vom IS begrüßt.
Die Ermordung eines der effektivsten Kommandeure im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat, des Generalmajors Qassem Soleimani, durch die USA wurde nicht nur von einigen westlichen Regierungen und Medien begrüßt, sondern auch vom IS selbst.

In der Wochenzeitschrift al-Naba, die den Propagandisten des sogenannten Islamischen Staats (IS) nahesteht und bei der Rekrutierung von Dschihadisten eine wichtige Rolle gespielt hat, wurde der Tod eines der gefährlichsten Gegner der Terrorgruppierung begrüßt. Der Kommandeur der Al-Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarde war eine zentrale Figur bei der Organisation des Widerstands und Aufbaus meist schiitischer Kampfgruppen, die den IS im Irak und Syrien bekämpften. 

In der Zeitschrift wurde die Ermordung Soleimanis als "göttliche Intervention" dargestellt, als eine Art göttliche Handlung, die der Sache des Islam – aus Sicht der IS-Ideologie – gedient haben soll. Mit keinem Wort wird darin erwähnt, dass es die USA waren, die mit einer Drohne am 3. Januar den ärgsten Widersacher und einen weiteren Kampfgefährten in Bagdad ermordet haben. Wie Mina al-Lami, eine Journalistin von BBC Monitoring, in ihrer Übersetzung des Al-Naba-Beitrags erklärt, versucht der IS, den Tod Soleimanis für eigene Propagandazwecke zu nutzen.  

So freuen sie sich darüber, dass die Feinde des IS übereinander herfallen und der iranische Generalmajor durch die Hände "seiner Alliierten" umgebracht wurde. In dem Beitrag wird hervorgehoben, dass auch bereits zu Zeiten der "Römisch-Persischen Kriege" die Feinde der Muslime sich gegenseitig bekämpft haben, was der frühen Eroberungswelle unter dem Banner des Islam die Möglichkeit gab, sich auszudehnen. 

Die Tötung Soleimanis habe "Änderungen auf dem Wege der Kreuzritter in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat" mit sich gebracht, die den Dschihadisten zugute kommen. Damit wurde auf die Ankündigung der USA Bezug genommen, den Kampf gegen den IS vorerst einzustellen, nachdem der Iran Vergeltung für den Mord geschworen hatte. Man machte sich sogar lustig darüber und dankte Gott dafür, dass die Feinde des IS sich gegenseitig bekämpfen und somit "gleichgültig gegenüber den Auswirkungen in ihrem gemeinsamen Kampf gegen den Islamischen Staat" sind. 

Obwohl es nicht in diesen Worten niedergeschrieben wurde, ließen die oder der Verfasser keine Zweifel aufkommen, dass die USA einen der größten und effektivsten Gegner des IS ausgeschaltet und sich damit zum Erfüllungsgehilfen der Terrororganisation gemacht haben. Woran der IS im Kampf gescheitert war, das haben die USA per Knopfdruck zu Ende gebracht.

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