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Keine Feuerpause zum Sonntag in Libyen: Haftar lehnt Putins und Erdoğans Vorschlag ab

Keine Feuerpause zum Sonntag in Libyen: Haftar lehnt Putins und Erdoğans Vorschlag ab
Keine Feuerpause zum Sonntag in Libyen: Haftar lehnt Putins und Erdoğans Vorschlag ab (Archivbild: Vor einem Jahr war das noch möglich – Fayiz al-Sarradsch und Chalifa Haftar geben sich die Hand beim internationalen Treffen zu Libyen in Palermo, 13. November 2018)
General Chalifa Haftar, Führer der Libyschen Nationalarmee, hat den Waffenstillstand abgelehnt, der von den Präsidenten Russlands und der Türkei als Mittel zur Deeskalation der Feindseligkeiten mit der Regierung in Tripolis vorgeschlagen wurde.
Archivbild: Türkische Marinebooten im Mittelmeer.

Russlands Präsident Wladimir Putin und der Präsident der Türkei Recep Tayyip Erdoğan riefen bei ihrem Treffen am Mittwoch in Istanbul zu einem Waffenstillstand in Libyen auf. Zuvor hatte die Türkei Truppen und Ausrüstung zur Unterstützung der weitgehend international anerkannten Regierung der Nationalen Einheit nach Tripolis beordert.

Haftar kontrolliert jedoch mit seiner LNA den größten Teil Libyens und war in den letzten Tagen dabei, sicher in Richtung Tripolis vorzudringen. Er schmetterte die Idee eines Waffenstillstands am Donnerstag ab – nach seiner Rückkehr aus Rom, wo Italien erfolglos versuchte, ein Abkommen zwischen der LNA und dem Anführer der Regierung der Nationalen Einheit, Fayiz al-Sarradsch, zu vermitteln.

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Zudem erklärte der General in der vergangenen Woche den Dschihad gegen die Türkei, nachdem das Parlament in Ankara den Truppeneinsatz in Libyen genehmigt hatte.

Die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung hänge nur "an einem Küstenstreifen des Landes" und habe "sehr wenig Kontrolle" über Libyen, erklärte der Politologe Chris Bambery gegenüber RT. Es ist unwahrscheinlich, dass Haftar zustimmen würde, sich zurückzuziehen, wenn seine LNA sich dem Sieg zu nähern scheint.

Mitglieder der Libyschen Nationalarmee (LNA) unter General Haftar winken am 14. Januar 2017 von einem Panzer. Das Bild wurde in der Nähe von Bengasi aufgenommen.

Italien, das von 1911 bis in die 1940er Jahre Libyen als Kolonialmacht regierte, versuchte Haftar und al-Sarradsch zu Verhandlungen in Rom zu bewegen. Doch der Anführer der Regierung der Nationalen Einheit sagte seine Reise ab, als er herausfand, dass der LNA-General ebenfalls nach Rom eingeladen war. Stattdessen fuhr al-Sarradsch zu Gesprächen mit EU-Beamten nach Brüssel, die er als "sehr produktiv" bezeichnete.

Einst das wohlhabendste Land Afrikas, brach Libyen in Chaos und Bürgerkrieg zusammen, nachdem eine US-geführte NATO-Intervention im Jahr 2011 die Regierung von Oberst Muammar Gaddafi gestürzt hatte. Haftars LNA ist eine der Fraktionen, die aus dem Chaos hervorging und die Unterstützung des benachbarten Ägyptens genießt.

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