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Iranische Führung zu US-Angriffen im Irak: Washington übt Rache für Kampf gegen IS

Iranische Führung zu US-Angriffen im Irak: Washington übt Rache für Kampf gegen IS
Schilder von Pro-Regierungsdemonstranten, Teheran, Iran, 4. November 2019.
Die USA wollen weitere 750 Soldaten in den Irak verlegen und sehen weiter den Iran als verantwortlich für die jüngsten Ausschreitungen gegen die US-Botschaft in Bagdad. Das religiöse Oberhaupt des Iran wertet die Proteste als erwarteten Ausbruch des Hasses gegen die USA.

Der US-Präsident Donald Trump drohte, den Iran zur vollen Verantwortung zu ziehen und warnte, Teheran werde dafür einen "hohen Preis" zahlen. Die gewaltsamen Proteste gegen die US-Botschaft in Bagdad waren eine Reaktion auf Luftangriffe der Vereinigten Staaten im Irak und in Syrien. Damit wollte man in Washington Einrichtungen der schiitischen Miliz Kata'ib Hisbollah ins Visier nehmen. 

Das religiöse Oberhaupt des Iran, Ajatollah Sejjed Ali Chāmeneʾi, sieht in den US-Angriffen den Versuch Washingtons, Rache zu üben:

Sie sind Zeuge dessen, was die (US-)Amerikaner im Irak und in Syrien tun. Sie rächen sich an Hashd al-Sha´abi (Kata'ib Hisbollah-Miliz), weil diese Daesh (IS), den sie (die US-Amerikaner) schufen und pflegten, gelähmt und schließlich beseitigt haben. 

Insgesamt 31 Kämpfer der Miliz sollen bei den Angriffen getötet worden sein, so berichtet die iranische Nachrichtenagentur Press TV. Zahlen anderer Quellen kommen auf 24 Opfer. Die iranische Regierung bestreitet jegliche Beteiligung an den gewaltsamen Demonstrationen gegen die US-Botschaft im Irak. Chamenei sieht diese Demonstrationen vielmehr als einen zu erwartenden Ausbruch von Hass gegen die Vereinigten Staaten: 

Die (US-)Amerikaner müssen sich dabei im Klaren sein, wie die Menschen in der Region, einschließlich derer im Irak und in Afghanistan, sie für die Verbrechen hassen, die sie begangen haben, und dass dieser Hass irgendwann irgendwo ausbrechen würde. 

Als eine Ursache nannte er die Verbrechen beispielsweise der privaten Sicherheitsfirma Blackwater im Irak und in Afghanistan. Diese wird für Massaker an Zivilisten verantwortlich gemacht.

Bereits im Oktober waren Massenproteste im Irak ausgebrochen, die sich anfänglich gegen soziale Missstände und Korruption der eigenen Regierung richteten. Dabei kamen mehr als 500 Menschen ums Leben, 19.000 wurden verletzt. Die Proteste richteten sich schließlich auch noch gegen den iranischen Einfluss im Land, für die Regierenden in Teheran ein Zeichen der Orchestrierung durch Washington.

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