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Frauen in Gaza: Studie untersucht schwierige Lebenssituation der Palästinenserinnen

Frauen in Gaza: Studie untersucht schwierige Lebenssituation der Palästinenserinnen
Palästinenserinnen beim Karatetraining im Gazastreifen, 3. Oktober 2019
Einen Arbeitsplatz der Ausbildung entsprechend, Langzeitpläne, der Ausbruch aus dem traditionellen Rollenbild – all dies ist für die Frauen im Gazastreifen eine Herausforderung. Eine Studie von UNRWA untersuchte die Lebenssituation der weiblichen Bevölkerung.

Seit dem Jahr 2007 ist der Gazastreifen in den Händen der Hamas. Es sind die Frauen, die die Gesellschaft zusammenhalten, die mit den Kindern zurückbleiben, wenn die Männer sich dem Kampf der Hamas anschließen, in israelischen Gefängnissen ihre Haftstrafe verbüßen oder das Land verlassen. Die UNWRA-Studie (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees) interviewte mehrere Dutzend Frauen in unterschiedlichen Teilen des Gazastreifens zwischen Mai und August dieses Jahres und bezog Diskussionen in Fokusgruppen mit ein. 

Die Lebensmittelunsicherheit und hohe Arbeitslosigkeit führt dazu, dass die Frauen weniger und günstigeres Essen zubereiten, sich Geld leihen, Besitztümer verkaufen und Lebensmittel tauschen. Nachts, wenn die Stromversorgung funktioniert, stehen sie auf, um Hausarbeiten zu verrichten, die bei Tage nicht gemacht werden können. 

Kind im Shati-Flüchtlingscamp, nahe Gaza-Stadt, 5. September 1993.

Die Direktorin der UNWRA-Abteilung für Hilfe und Sozialdienste Dorothée Klaus sagt über den Bericht: 

An einem Ort, der sich schon bald unter einer 13-jährigen Blockade befindet, mit einer Armut, die 53 Prozent übertrifft, und wo mehr als 70 Prozent der Bevölkerung aus palästinensischen Flüchtlingen besteht, müssen wir verstehen – abseits der Statistik –, wie Frauen das alltägliche Leben meistern. 

Eine von drei Frauen in Gaza hat in ihrem Leben das traditionelle Frauenbild herausgefordert, was in Auseinandersetzungen mit der Familie mündete. Arbeit in Geschäften und Läden, in denen die Frauen mit Fremden Umgang haben, oder Pflegejobs in nicht familiären Umgebungen werden in konservativ-islamischen Gemeinschaften als schlecht angesehen. 

Vor allem Frauen greifen auf Hilfsprojekte zurück. Diese bieten aber keine dauerhafte Unterstützung. Fast der Hälfte (49 Prozent) ist es angesichts der schwierigen Lebensumstände nicht möglich, langfristig zu planen. Eine von drei Frauen gab an, dass sie eine Rolle unterhalb ihrer Fähigkeiten und ihrer Ausbildung eingenommen habe. Rund 20 Prozent sehen an ihrem Leben nichts Interessantes. 

Die israelische Regierung wirft UNWRA vor, Desinformationen zu verbreiten, die Israel in ein schlechtes Licht rücken. Die Organisation hat sich die Hilfe für palästinensische Flüchtlinge zur Aufgabe gemacht. 

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