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Israel und NATO wollen mit US-Patriot-Systemen russische Luftabwehr S-400 simulieren

Israel und NATO wollen mit US-Patriot-Systemen russische Luftabwehr S-400 simulieren
Israelische Kampfjets F-16I nehmen an der Übung "Blue Flag" 2019 teil.
Am Samstag gingen in Israel die Militärmanöver "Blue Flag" mit deutscher Beteiligung zu Ende. Am letzten Tag wurden dabei nicht nur Luftschläge trainiert, sondern auch das Agieren gegen russische S-400-Systeme, die durch US-Patriot-Systeme simuliert wurden.

Israel hat zusammen mit den USA und mehreren europäischen NATO-Verbündeten großangelegte Kriegsmanöver ausgetragen, die sich zum Teil auch auf die Bekämpfung fortschrittlicher Luftabwehrsysteme wie der russischen S-400 konzentrierten.

Dichte Rauchschwaden über den Anlagen der saudischen Ölgesellschaft Aramco in Abqaiq am 14. September 2019

Die israelische Luftwaffe (IAF) beherbergte auf ihrem Flugplatz Uvda in der Negev-Wüste im Süden Israels vom 3. bis zum 14. November fast zwei Wochen lang amerikanische, deutsche, italienische und griechische Piloten und Kampfflugzeuge. An den Übungen mit der Bezeichnung "Blaue Flagge" nahmen insgesamt 800 Soldaten mit rund 100 Flugzeugen teil, darunter auch die Tarnkappen-Jets des neuesten Typs F-35.

Israels maßgeschneiderte Adir-Kampfjets F-35I flogen dabei mehrere Missionen als simulierte Angriffe und stellten damit eine "bedeutende Herausforderung" für die eigenen Abwehrkräfte dar. Das war jedoch nicht das einzige besondere Detail dieser Übung, die von den israelischen Medien als die "fortschrittlichste" Übung der Israel Air Force beschrieben wurden.

Israelische und NATO-Piloten verbesserten ihre Fähigkeiten beim Überfliegen feindlichen Luftraums und bei der Bekämpfung der in Russland hergestellten Luftabwehr-Systeme S-300 und S-400, so die IAF-Pressemitteilung und der Militärblog Breaking Defense.

Moskau hatte solche Luftabwehr-Systeme bereits in Syrien eingesetzt, um seine Luftwaffenbasis Hmeimim in Latakia zu verteidigen. Außerdem wurden S-400-Systeme an das NATO-Mitglied Türkei geliefert und auch Saudi-Arabien zum Kauf angeboten. Washington übt seitdem extremen politischen und wirtschaftlichen Druck auf seine "Partner" aus, um sie zu zwingen, die Abkommen mit Moskau zugunsten amerikanischer Waffensysteme aufzugeben.

Da jedoch Israel somit keinen direkten Zugang zu echten S-400-Systemen hat, wurde deren Rolle während der Manöver von den in den USA hergestellten Patriot-Raketenbatterien übernommen. Diese wurden angeblich "modifiziert", um die in Russland hergestellten Systeme nachzuahmen.

Russische Überhorizont-Radare können Stealth-Flugzeuge erkennen – Flugabwehr wird weiter ausgebaut
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Ob sie solchen Aufgaben gewachsen sind, ist jedoch eine andere Frage, da die Eigenschaften der Patriot-Systeme nicht mit denen von S-400 übereinstimmen. Das russische System kann ein Ziel mit doppelt so großer Geschwindigkeit treffen, und das auch auf eine größere Entfernung und in größerer Höhe, in Abhängigkeit vom jeweiligen Typ der Abfangrakete.

Die Patriot-Systeme zeigten erst kürzlich eine fragwürdige Effektivität unter realen Kampfbedingungen, als diese Systeme bei der wirksamen Verteidigung der saudischen Verbündeten Washintons gegen einen Drohnenangriff auf Ölanlagen spektakulär versagten. Diese peinliche Episode zwang den US-Außenminister Mike Pompeo mit Blick auf Verkaufsverhandlungen zu relativieren, dass selbst die "besten" Luftverteidigungssysteme der Welt manchmal einfach nicht alle "Ziele erfassen".

Wie das Portal Breaking Defense berichtet, liefen die Manöver in Israel praktisch zeitgleich zu echten Kampfhandlungen und Bombardements, die die israelische Luftwaffe auf Ziele im Gazastreifen flog.

Da die israelische Luftwaffe noch nicht mit den S-400 im Kampf konfrontiert war, sind die simulierten Schlachten eine gute Übung für zukünftige echte Kriege", so meldete das US-Portal abschließend über den Sinn und Zweck der Manöver. 

Mehr zum Thema – Um Russland beim S-400-Geschäft auszubooten: USA geben Patriot-Raketengeschäft für Türkei frei

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