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Forderung aus Israel abgelehnt: Jordanien setzt "volle Souveränität" im Grenzgebiet zu Israel durch

Forderung aus Israel abgelehnt: Jordanien setzt "volle Souveränität" im Grenzgebiet zu Israel durch
Symbolbild: Blick auf jordanisches Gebiet von der israelischen Seite der Grenze aus, Naharayim, 29. Oktober 2019.
Nach Ablauf einer 25 Jahre langen Pachtvertragsfrist mit Israel hat Jordanien wieder die vollständige Hoheit über ein Gebiet nahe der gemeinsamen Grenze hergestellt. Die beiden Gebiete hatten lange als Symbol des Friedens zwischen den Nachbarstaaten gegolten.

Jordaniens König Abdullah II. teilte am Sonntag mit, dass das Königreich wieder "die volle Souveränität über jeden Zentimeter" in den Gebieten Al-Bakura und Al-Ghamr (hebräisch: Naharajim und Zofar) habe. Die Zusätze zum Friedensvertrag von 1994, nachdem Jordanien diese an Israel verpachtet hatte, seien abgelaufen, sagte Abdullah II. der staatlichen Nachrichtenagentur Petra zufolge in einer Parlamentsrede.

Israels Regierung billigt kurz vor der Parlamentswahl eine Siedlung im Jordantal. Auf dem Bild: Generalausblick auf den zentralen Teil des Jordantals. 12. September 2019

Die beiden Gebiete hatten lange als Symbol des Friedens zwischen den Nachbarstaaten gegolten. Abdullah II. hatte die Beendigung der Pachtverträge vergangenes Jahr angekündigt. Bitten Israels um eine Verlängerung hatte Amman abgelehnt. Hunderte Israelis besuchten die Grenzregion am Samstag, um Abschied von den Gebieten zu nehmen, die israelische Landwirte jahrelang genutzt hatten.

Die Beziehungen zwischen Israel und Jordanien hatten sich in den vergangenen Wochen zunehmend verschlechtert. Amman hatte zuletzt seinen Botschafter aus Israel zurückgerufen, um gegen die dortige Inhaftierung zweier Jordanier zu protestieren. Hintergrund des Konflikts ist vor allem der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Millionen Palästinenser leben in Jordanien.

(rt deutsch/dpa) 

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