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Waffenlieferungen: Gibt es insgeheime Absprachen zwischen Israel und Russland?

Waffenlieferungen: Gibt es insgeheime Absprachen zwischen Israel und Russland?
Für die zweiten Parlamentswahlen im September präsentierte sich Benjamin Netanjahu auf riesigen Plakaten in Tel Aviv als großer Staatsmann und Freund von Wladimir Putin. Damit hoffte er, Stimmen der russischsprachigen Gemeinschaft für sich zu gewinnen.
Moskau und Tel Aviv unterhalten sehr enge Beziehungen, nicht zuletzt auch aufgrund der enormen Zahl an russischen Immigranten in Israel. Wie eng diese Beziehungen aber tatsächlich sind, offenbarte Ariel Bulshtein, Berater für die russischsprachige Gemeinschaft in Israel.

Beide Länder verfügen über eine ausgesprochen starke Rüstungsindustrie, die in ihren jeweiligen Gebieten führend auf der Welt ist. Zu deren potenziellen Kunden gehören natürlich auch Länder, die sich mit Russland oder mit Israel in einem Konflikt befinden, und Länder, bei denen die Lieferung von modernen Waffensystemen die Militärbalance entsprechend verändern könnte. 

Treffen zwischen russischen und saudischen Staatschefs in Riad, Saudi-Arabien, am 14. Oktober 2019.

Damit Israel der militärische Hegemon in der Region bleiben kann – ein wesentliches Merkmal der strategischen Zusammenarbeit mit den USA –, darf dieser Logik folgend kein Nachbar über Waffen verfügen, die die Wirkung der israelischen Waffen neutralisieren oder sogar degradieren. Das gilt heute insbesondere für die libanesische Hisbollah, Syrien und den Iran, die als Feinde Israels gelten.

Ägypten, Saudi-Arabien und der Irak befanden sich ebenfalls auf dieser Liste jener Länder, deren Waffenkäufe von Tel Aviv kritisiert und durch einen Mix von politischer Beeinflussung in den USA und aktiver Sabotage in den Zielstaaten bekämpft wurde. In den vergangenen Jahren flog die israelische Luftwaffe hunderte Angriffe auf vermeintliche Waffenlieferungen, Fabriken oder Lagerhallen in Syrien, die angeblich der Aufrüstung der "Partei Gottes" im Libanon dienten. 

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Damit einige Länder, die Israel kritisch bewertet, nicht an modernste russische Waffensysteme kommen, intervenierte laut Ariel Bulshtein Ministerpräsident Benjamin Netanjahu direkt beim russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bulshtein wurde erst im Juni als Berater ins Büro des Ministerpräsidenten geholt, um die Likud-Partei für die große russischsprachige Gemeinschaft attraktiver zu machen, die bisher fest hinter der Partei Jisra’el Beitenu von Avigdor Lieberman steht.

Der russischen Zeitung Iswestija sagte Bulshtein, dass "wir natürlich nicht enthusiastisch über (Russlands) Lieferung von modernen Waffen an solche Regime sind". Aber:

Russland hat Israels Anfrage zugestimmt, zum Beispiel, gewisse Waffengattungen nicht an feindliche Nationen wie den Iran zu liefern, die auf höchster Ebene sagen, dass sie Israel vom Angesicht der Erde auslöschen wollen.   

Im Gegenzug habe Israel "mindestens zweimal, wenn nicht mehr", der russischen Bitte entsprochen, keine bestimmten israelischen Waffen an Länder zu verkaufen, mit denen Moskau gewisse Probleme hat. Darunter sei auch die Ukraine gewesen, so der Berater von Ministerpräsident Netanjahu. Mit keinem anderen Staatschef traf sich Netanjahu so oft wie mit Putin, um mit ihm die Strategie in Syrien und gegenüber dem Iran zu besprechen und insbesondere rote Linien der beiden Länder in Syrien zu ziehen. 

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