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Mindestens 30 Tote und mehr als 2.300 Verletzte bei neuen Protesten im Irak

Mindestens 30 Tote und mehr als 2.300 Verletzte bei neuen Protesten im Irak
Mindestens 30 Tote und mehr als 2.300 Verletzte bei neuen Protesten im Irak
Bei Protesten im Irak eskaliert die Gewalt. Bei den Demonstrationen, die sich gegen Korruption und Misswirtschaft richten, werden zahlreiche Menschen verletzt. Es gibt auch Todesopfer. Aber Bagdad ist nicht die einzige arabische Hauptstadt, in der es momentan brodelt.

Im Irak sind neue Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft gewaltsam eskaliert. Wie die staatliche Menschenrechtskommission am Freitag mitteilte, seien dabei 30 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2.300 hätten Verletzungen erlitten. In der Hauptstadt Bagdad hatten Protestler unter anderem versucht, in die besonders geschützte Grüne Zone zu gelangen, in der viele Regierungseinrichtungen und Botschaften liegen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, scharfe Munition und Gummigeschosse ein.

Demonstrant mit irakischer Flagge, Bagdad, Irak, 5. Oktober 2019.

Allein in Bagdad sollen den Angaben der Menschenrechtskommission zufolge acht Menschen gestorben sein. Hier seien mit fast 1.500 Verletzten auch die meisten Demonstranten verletzt worden. Die restlichen Personen seien demnach in den im Südirak gelegenen Provinzen Maisan, Dhi Kar und al-Muthanna ums Leben gekommen.

Bereits Anfang des Monats waren bei tagelangen Protesten in Bagdad und anderen Regionen des Landes fast 150 Zivilisten getötet worden. In einem Bericht der Regierung hieß es später, die meisten von ihnen seien durch Schüsse in Kopf oder Brust ums Leben gekommen.

Die Proteste vor allem junger Männer richten sich gegen Korruption und Misswirtschaft in dem vom Krieg zerrütteten Land. Auch am Freitag forderten die Demonstranten den Sturz der Regierung und die Auflösung des Parlaments. Nach Angaben der Menschenrechtskommission wurden landesweit ungefähr 50 Regierungsgebäude und Büros von Parteien attackiert und angezündet.

Der irakische Großajatollah Ali as-Sistani rief beide Seiten zur Rücksicht auf. Sicherheitskräfte sollten die Demonstranten "freundlich" behandeln, da diese "ihr Recht auf ein vernünftiges Leben einfordern", hieß es in einer verlesenen Freitagspredigt des einflussreichen Geistlichen.

Dabei blieb Bagdad am Freitag nicht die einzige arabische Hauptstadt, in der es zu Protesten kam. Auch in der libanesischen Hauptstadt Beirut gingen die Proteste den neunten Tag in Folge weiter. Viele Straßen waren gesperrt, Schulen, Banken und zahlreiche Geschäfte blieben geschlossen. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Demonstranten im Libanon fordern den Rücktritt der Regierung und die Absetzung korrupter Politiker. Das kleine Land am Mittelmeer erlebt sei Monaten eine schwere Wirtschaftskrise.

Auch in der algerischen Hauptstadt Algier kam es am Freitag erneut zu Demonstrationen gegen die Führung des Landes. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten Hunderte Menschen in den Straßen von Algier, die demonstrierten. Sicherheitskräfte riegelten den Zugang zu einem zentralen Platz im Stadtzentrum ab. Im April war Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika nach wochenlangen Protesten zurückgetreten. Angekündigte Neuwahlen wurden anschließend verschoben. Seitdem kommt es jede Woche zu Protesten. (dpa)

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