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US-Truppenabzug aus Nordsyrien – Kurdische Führung erwägt Zusammenarbeit mit Damaskus und Moskau

US-Truppenabzug aus Nordsyrien – Kurdische Führung erwägt Zusammenarbeit mit Damaskus und Moskau
US-Truppenabzug aus Nordsyrien – Kurdische Führung erwägt Zusammenarbeit mit Damaskus und Moskau (Archivbild: Mazloum Kobani Abdi, oberster Befehlshaber der Syrischen Demokratischen Kräfte, bei einem Treffen mit Vertretern der US-geführten anti-IS-Koalition in Hasaka, Nordwest-Syrien, am 24.08.2019)
Befürchtungen, dass die USA nichts gegen eine türkische Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien unternehmen werden, könnten kurdische Milizen zu Verhandlungen mit Damaskus und Moskau bewegen. Dies haben Kurdenvertreter in diesem Gebiet am Dienstag signalisiert.

Wenn US-Truppen Nordsyrien verlassen, werden die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) "gezwungen sein, alle verfügbaren Optionen zu prüfen", offenbarte Badran Jia Kurd, ein syrisch-kurdischer SDF-Funktionär, am Dienstag gegenüber Reuters. Seiner Aussage nach könnte ein solches Szenario die SDF veranlassen, "Gespräche mit Damaskus oder der russischen Seite zu führen, um die Lücke zu schließen – oder den türkischen Angriff zu blockieren".

Sein Kommentar knüpft an eine frühere Erklärung des SDF-Generals Mazloum Kobani Abdi an. Dieser sagte, dass er eine Partnerschaft mit Damaskus und seinen Verbündeten in Betracht ziehe, um türkische Streitkräfte zu bekämpfen, falls diese in Nordsyrien einfallen. SDF-General Mazloum Abdi wörtlich:

"Wir erwägen eine Partnerschaft mit Bashar al-Assad, um Nordsyrien gegen einen möglichen türkischen Angriff zu verteidigen, nachdem die USA ihre Verpflichtungen nicht erfüllt haben.

Badran Jia Kurd, Vertreter der Syrischen Demokratischen Kräfte in Nordsyrien, macht sich angesichts der kürzlich begonnenen türkischen Militäroffensive Sorgen um die territoriale Unversehrtheit Syriens – dies äußerte er in einem Kommentar gegenüber RT. Angesichts der früheren Bestrebungen der Kurden zur weitreichenden Autonomie, bestenfalls zu einem eigenen Staat "Kurdistan", der die jetzigen Siedlungsgebiete der Kurden in Syrien und im Irak einschließen würde, könnte man einen Prioritätenwechsel seitens der syrischen Kurden vermuten.

US-Präsident Donald Trump kündigte am Montag einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region an, zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorbereitungen des türkischen Militärs auf einen möglichen Bodeneinsatz gegen die Kurden in Nordsyrien bereits voll im Gange waren – und kurz vor den Angriffen der türkischen Luftwaffe gegen Ziele auf dem von Kurden kontrollierten Territorium.

Auslegungen, denen zufolge die USA ihre kurdischen Verbündeten – die von Ankara als Terroristen angesehen werden – im Stich gelassen haben, könnten sich jedoch als übertrieben erweisen.

Die USA hätten lediglich "eine sehr kleine Anzahl" von Truppen aus Nordsyrien nahe der Grenze zur Türkei abgezogen, erklärte ein hochrangiger Beamter des US-Außenministeriums gegenüber AFP.

Die Türkei kündigte die Einrichtung einer "Sicherheitszone" entlang der Grenze zwischen den beiden Ländern an – mit dem Argument, dass die militärische Operation es syrischen Flüchtlingen ermöglichen wird, aus der Türkei sicher nach Hause zurückzukehren. Diese Flüchtlinge sollen in den Grenzgebieten angesiedelt werden.

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