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Lügt Saudi-Arabien über seine beschädigte Ölinfrastruktur?

Lügt Saudi-Arabien über seine beschädigte Ölinfrastruktur?
Mitarbeiter der Ölgesellschaft Aramco am 20. September 2019 bei der vom Luftangriff beschädigten saudi-arabischen Ölanlage in Churais.
Die Luftangriffe von Mitte September haben wichtige Teile der Ölanlagen Saudi-Arabiens getroffen. Erste Einschätzungen des Ausmaßes der Schäden und der Dauer der Instandsetzung könnten zu optimistisch sein. Die Reparaturmaßnahmen dauern womöglich mehrere Monate.

Die Reparaturmaßnahmen im Ölfeld Churais und im Raffineriekomplex Abqaiq können mehrere Monate und nicht die zehn Wochen dauern, die die staatliche saudische Ölgesellschaft Aramco ursprünglich geschätzt hatte.

Gegenüber dem Wall Street Journal hieß es aus Firmenkreisen, dass Aramco in dringenden Verhandlungen mit spezialisierten Ausrüstungsherstellern und Dienstleistern steht und bereit ist, Höchstpreise für die schnellere Lieferung und Installation der erforderlichen Anlagen zu zahlen. Weil diese Anlagen vor der Lieferung und Installation noch gefertigt werden müssen, könnten die Reparaturarbeiten mehrere Monate bis hin zu einem Jahr dauern, zitiert das Wall Street Journal saudische Offizielle.

Der Bericht deutet darauf hin, dass die ersten Erwartungen von Aramco zu optimistisch gewesen sein könnten. Demzufolge könnten sich bald wieder Preisanstiege auf dem internationalen Ölmarkt ergeben. Die Angriffe auf Churais und Abqaiq haben das Angebot auf den globalen Ölmärkten um insgesamt 5,7 Millionen Fass pro Tag (barrel per day, bpd) reduziert.

Vergangene Woche versuchte Energieminister Abdulaziz bin Salman die Händler mit Erklärungen gegenüber Medien zu beruhigen, dass mehr als die Hälfte der verlorenen Produktion wiederhergestellt wurde. Bis Ende September werde Saudi-Arabien elf Millionen bpd an Produktionskapazität und bis Ende November zwölf Millionen bpd erreicht haben, so Salman.

Laut Informationen des Wall Street Journal ist dies jedoch nicht der Fall, da die Anlagen zum Ersatz der zersörten Infrastruktur nach Maß hergestellt werden müssten, was entsprechend zeitaufwändig ist.

Bloomberg schätzte Anfang dieses Monats, dass Saudi-Arabien etwa 50 Millionen Barrel Öl im Inland und weitere 80 Millionen Barrel im Ausland lagert. Dies würde ausreichen, um die Exporte zu regulären Preisen am Laufen zu halten. Dennoch erwarteten einige Experten, dass sich Ende nächsten Monats eine Angebotslücke ergeben könnte.

Die Unsicherheit wächst durch widersprüchliche Meldungen: Erste Medien berichteten, dass Saudi-Arabien den Irak um Leichtöl gebeten hatte, um sich gegen eine Versorgungslücke zu wappnen, was Riad später dementierte. Die offizielle saudische Position ist nach wie vor, dass die Instandsetzung einige Wochen dauern wird. Sie steht damit im Kontrast zu den jüngsten Hinweisen des Wall Street Journal, dass dem bei weitem nicht so sein könnte.

Bis auf leichte Ausschläge nach oben sind die Preise auf dem globalen Ölmarkt in den letzten Tagen nahezu unverändert geblieben.

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