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Nach Mord an Zweitfrau: Ex-Bürgermeister von Teheran gegen Kaution frei

Nach Mord an Zweitfrau: Ex-Bürgermeister von Teheran gegen Kaution frei
Der ehemalige Bürgermeister Teherans, Mohammad-Ali Nadschafi, umgeben von seinen Anwälten bei seiner Gerichtsverhandlung, 13. Juli 2019
Der ehemalige Bürgermeister Teherans und Berater des iranischen Präsidenten Rohani, Mohammad-Ali Nadschafi, wurde gegen eine Kaution aus dem berühmt-berüchtigten Evin-Gefängnis entlassen. Er soll seine Zweitfrau im Zuge eines Streits "versehentlich" erschossen haben.

Der ehemalige Teheraner Bürgermeister Mohammad-Ali Nadschafi, der des Mordes an seiner Zweitfrau Mitra Ostad für schuldig befunden wurde, ist am Mittwoch gegen eine Kaution von umgerechnet etwa 87.000 Euro aus dem auch als Foltergefängnis bekannten Evin-Gefängnis entlassen worden.

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Im Juli hatte ihn ein Teheraner Gericht für schuldig befunden, seine Zweitfrau Ende Mai in ihrer Wohnung erschossen zu haben. Nadschafi sagte, er habe sie "versehentlich" und "im Streit" ermordet. Die Ehe sei "schwierig" gewesen.

Da die Familie des Opfers daraufhin gemäß der Scharia "Qisās" (Vergeltung für den Mord) forderte, wurde Nadschafi zum Tode verurteilt. Mitte August verzichtete sie jedoch auf die Vollstreckung des Todesurteils und beschloss, ihm zu vergeben, wodurch nun die Freilassung auf Kaution möglich wurde, erklärte Nadschafis Anwalt Hamid Reza Gudarzi.

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Der 67-jährige Mathematikprofessor Nadschafi war in mehreren Regierungen als Wissenschafts- und Bildungsminister tätig und bis März 2018 auch Teherans Bürgermeister. Er galt obendrein als enger Vertrauter des amtierenden iranischen Präsidenten Hassan Rohani, dessen wirtschaftlicher Berater er war.

Seine Freilassung löste im Iran eine Welle der Empörung in sozialen Netzwerken aus. Es sei ungerecht, dass Mörder freigelassen werden, unschuldige Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Frauenrechtlerinnen jedoch zu hohen Haftstrafen verurteilt werden – wie im Falle der iranischen Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh, die zu mehreren Jahren Haft und Peitschenhieben verurteilt wurde.

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