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Vor jemenitischer Küste droht Umweltkatastrophe historischen Ausmaßes

Vor jemenitischer Küste droht Umweltkatastrophe historischen Ausmaßes
(Symbolbild). Die Folgen einer Explosion auf dem Tanker wären für die Natur in der Region um das Rote Meer verheerend.
Seit 2015 liegt ein verlassener Öltanker vor der jemenitischen Küste vor Anker. Im Rumpf des Schiffes lagern noch 1,1 Millionen Barrel Erdöl. Flüchtige Gase können jederzeit eine Explosion auslösen – mit verheerenden Folgen für die Region.

Ein verlassener Tanker vor der Küste des Jemen droht, das Rote Meer in ein schwarzes Meer aus Öl zu verwandeln. Experten warnen eindringlich davor, dass eine Ansammlung von flüchtigen Gasen im Schiffsrumpf jederzeit eine katastrophale Explosion auslösen könnte. Millionen Liter von Erdöl im Roten Meer wären die Folge.

Der Tanker, der in der Nähe des jemenitischen Hafens Ras Isa liegt, enthält rund 1,1 Millionen Barrel Erdöl und befindet sich seit 2015 an seinem jetzigen Standort. Der Zustand des altersschwachen Schiffes, das jahrelang nicht gewartet wurde, verschlechtert sich rapide und riskiert, eine globale Umweltkatastrophe historischen Ausmaßes auszulösen. Dieses Bild auf Twitter zeigt das Schiff:

Das Schiff gehört der staatlichen Ölgesellschaft des Landes, der Jemen Oil and Gas Corporation. Abhängig von der Jahreszeit und den Wasserströmungen könnte ein Leck aus dem Tanker Öl in den Sueskanal spülen oder sich ungehindert bis in die Straße von Hormus ausbreiten lassen, warnte der Unterstaatssekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, vor dem UN-Sicherheitsrat.

Die britische Aktivistengruppe CAAT freut sich nach dem Gerichtsurteil eines Berufungsgerichts in London über das Verbot für Waffenverkäufe an die von Saudi-Arabien angeführte Kriegsallianz im Jemen.

"Ich überlasse es Ihnen, sich die Auswirkungen einer solchen Katastrophe auf die Umwelt, die Schifffahrtswege und die Weltwirtschaft vorzustellen", sagte Lowcock und fügte hinzu: "Die Gespräche werden fortgeführt, um das so schnell wie möglich zu lösen."

Lowcock erklärte dem Sicherheitsrat, dass seine Agentur plane, diese Woche eine Risikobewertung des Schiffes vorzunehmen. Doch sein Team werde von den lokalen Behörden zurückgewiesen. Diese würden sich weigern, die notwendigen Genehmigungen zu erteilen.

Obwohl die Huthi-Rebellen zunächst um Hilfe wegen der tickenden Zeitbombe baten, würden die Huthi-Beamten "alle Schritte zur Lösung des Problems weiter verzögern." Die von den Huthi geführte Regierung habe Zusicherungen gefordert, dass sie nach der Bergung des Schiffes die wertvolle Ladung des Schiffes bergen darf. Der Gesamtwert des Öls beläuft sich auf fast 60 Millionen Dollar. Doch die internationalen Sanktionen gegen das Land lassen dies derzeit nicht zu.

Seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2015 kämpfen zwei Regierungen um die Legitimität im Jemen, obwohl nur der von Saudi-Arabien unterstützte Staat internationale Anerkennung genießt. Der Konflikt hat das Land nach Angaben der UNO und von Menschenrechtsgruppen in eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt gestürzt. Über 14 Millionen Jemeniten sind auf die eine oder andere Weise von internationaler Hilfe abhängig, also der überwiegende Teil der 24 Millionen Einwohner des Landes.

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