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Rätsel im Persischen Golf: Öltanker verschwindet plötzlich

Rätsel im Persischen Golf: Öltanker verschwindet plötzlich
Symbolbild
Auf der Fahrt durch durch die Straße von Hormus ist ein Öltanker aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verschwunden. Angesichts der dramatischen Eskalation in der Region und der Drohung eines Krieges stellen sich manche schnell die Frage, ob der Iran schuld ist.

Der unter panamaischer Flagge fahrende Öltanker "Riah" transportiert in der Regel Öl von Dubai und Schardscha nach Fudschaira, eine etwa 200 Seemeilen lange Reise. Ein derartiger Tanker benötigt dafür etwa einen Tag. Während der Fahrt durch die Straße von Hormus am Samstagabend wurde das Ortungssignal des Schiffes jedoch kurz vor Mitternacht abrupt abgeschaltet, nachdem es von seinem Kurs abgewichen und auf die iranische Küste zugesteuert war. Nach Angaben von Behörden wurde das Signal seitdem nicht mehr eingeschaltet. Somit ist das Schiff praktisch verschwunden.

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Was könnte also passiert sein? Angesichts der brodelnden US-iranischen Spannungen und der Beschuldigungen, dass der Iran in den letzten Monaten mehrere Angriffe auf Öltanker in der Nähe der Meerenge verübt haben soll, wandte sich das Augenmerk der westlichen Öffentlichkeit schnell auf die Islamische Republik. Israelische Medien nahmen die Geschichte am Dienstag auf und hoben die Aussagen des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei hervor, der erklärt hatte, auf die Beschlagnahmung eines iranischen Tankschiffs in der Nähe von Gibraltar durch britische Behörden Anfang dieses Monats reagieren zu wollen.

Ein Sprecher der Reederei, zu der die "Riah" gehört – Mouj-al-Bahar General Trading mit Sitz in Schardscha –, erklärte TradeWinds gegenüber, dass das Schiff von iranischen Behörden "entführt" worden sei. CNN berichtete, dass die US-Geheimdienste "zunehmend glauben", dass der Tanker von Marineeinheiten der iranischen Revolutionswächtern gekapert wurde. Dafür nannten sie jedoch – wie so oft – keine Belege oder Quellen.

Teheran hat jedoch das Verschwinden der "Riah" nicht anerkannt, nicht einmal, um die angebliche Entführung zu leugnen. Ebenso wenig hat die Fünfte Flotte der USA den Vorfall bestätigt, die die Region patrouilliert.

Eine ausländische Provokation ist eine weitere Erklärung, die einige Kreise derzeit als Erklärung heranziehen. Angesichts der jüngsten Kampagne westlicher Medien, den Iran als Land darzustellen, das willkürlich Handelsschiffe kapert, sei diese Erklärung plausibel, aber die Vereinigten Staaten hätten in letzter Zeit ausreichend angebliche Gründe, militärische Maßnahmen gegen den Iran zu ergreifen, sofern sie denn nach einen geeigneten Vorwand gesucht hätten.

Ein Öltank des staatlichen Ölriesen Saudi Aramco bei der Förderanlage von Shaybah.

Präsident Donald Trump hatte im Juni erklärt, dass er bereit sei, den Iran anzugreifen, nachdem Teheran eine amerikanische Spionagedrohne abgeschossen hatte, von der iranische Vertreter sagten, dass sie in ihren Luftraum eindrang. Trump brach aber letztendlich den Angriff ab. Kurz gesagt, wenn beide Seiten einen Krieg wünschten, wäre eine weitere Provokation wahrscheinlich eigentlich unnötig.

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Es gibt, abgesehen von einer bewussten Provokation oder einer iranischen Militäraktion, natürlich auch weitere Gründe, warum Schiffe plötzlich verschwinden. Die israelische Website TankerTrackers.com sammelt Berichte über Schiffe, von denen sie glaubt, dass sie ihre Tracker ausschalten, um in iranischen Häfen anzulegen und Erdöl zu laden, was gegen unilaterale US-amerikanische Sanktionen verstößt. Die Website berichtete, dass ein chinesisches Schiff – die "Sino Energy 1" – Ende letzten Monats in der Nähe des Iran verschwand, bevor es sechs Tage später wieder voll beladen auftauchte und in die andere Richtung weiterfuhr.

Es wäre jedoch höchst seltsam für ein Schiff aus den Emiraten, mit dem Iran Ölhandel zu betreiben, da politischen Differenzen zwischen den Emiraten und Teheran bestehen und die Emirate zudem eng mit Saudi-Arabien verbunden sind, dem Erzrivalen des Iran in der Region.

Das Verschwinden des Schiffs ist also derzeit noch ein völliges Rätsel.

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