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Donald Trump: Krieg gegen den Iran wäre eine kurze Angelegenheit

Donald Trump: Krieg gegen den Iran wäre eine kurze Angelegenheit
Donald Trump präsentierte am Montag im Weißen Haus Pressevertretern seine Unterschrift unter den neu erlassenen Sanktionen gegen den Iran.
Am Dienstag drohte der US-Präsident damit, den Iran gebietsweise "auszulöschen". Im weiteren Verlauf der Woche lege Donald Trump nach und sprach davon, dass ein Krieg gegen das persische Land nur von kurzer Dauer wäre. Den Einsatz von Bodentruppen schloss Trump dabei aus.

US-Präsident Donald Trump behauptet, dass eine militärische Konfrontation mit dem Iran eine kurze Angelegenheit wäre. Gleichzeitig sagte er, dass er dies nicht wolle. In einem Interview mit Fox Business News am Mittwoch sagte der US-Präsident, nachdem er auf einen möglichen Krieg gegen den Iran angesprochen wurde:  

Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt, aber wir sind in einer sehr starken Position, wenn etwas passieren sollte. Ich rede nicht von Bodentruppen. Ich sage nur, wenn etwas passieren würde, würde es nicht sehr lange dauern.

Erst vergangene Woche hatte Trump in letzter Sekunde Luftangriffe auf den Iran gestoppt. Zuvor hatte das persische Land eine US-Überwachungsdrohne abgeschossen. Laut Trump wäre der geplante und dann von ihm abgebrochene Militärangriff "nicht verhältnismäßig" gewesen, da er rund 150 Menschenleben gekostet hätte.

Washington behauptet, dass die Drohne über internationalen Gewässern abgeschossen wurde, was von Teheran bestritten wird. Am Dienstag schloss sich Moskau der iranischen Sichtweise an und erklärte, die Drohne sei nachweislich in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen.

Teheran: USA haben nicht die Mittel, um uns auszulöschen

Der Vorfall ereignete sich, nachdem eine Woche zuvor zwei Öltanker im Golf von Oman vor der iranischen Küste angegriffen wurden. Washington macht dafür den Iran verantwortlich und ist seitdem bemüht, seine Verbündeten von der Schuld Teherans zu überzeugen – allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Die Kriegsgefahr wächst jedoch weiter, auch weil einflussreiche Kräfte innerhalb der US-Regierung darauf drängen, was Trump selbst eingestanden hat.

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Doch auch der US-Präsident selbst verzichtet nicht darauf, weiter Öl ins Feuer zu gießen. Auf Twitter drohte er dem Iran am Dienstag damit, Teile des Landes "auszulöschen", sollte Teheran "irgendetwas Amerikanisches" angreifen. Der Außenminister des Iran wies diesbezüglich gegenüber CNN darauf hin, dass es "eine UN-Charta gibt und die Androhung von Krieg illegal ist". Weiter sagte Mohammed Dschawad Sarif:

Diese Aussage verdeutlicht, dass die Absichten der USA zweifellos illegal sind. Die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage, den Iran auszulöschen, sie haben nicht die Fähigkeit, dies zu tun, außer durch die Verwendung verbotener Waffen.

Sarif erläuterte nicht, was genau er mit verbotenen Waffen meinte. Kürzlich hatte er aber davon gesprochen, dass die USA das einzige Land seien, das jemals Atombomben eingesetzt hat, und erklärte die Bereitschaft seines Landes, sich in jedem Fall gegen die Aggression der USA zu verteidigen.

Der irakische Präsident Barham Salih mit US-Außenminister Mike Pompeo in Baghdad, Irak, 7. Mai 2019.

USA verschärfen Lage mit neuen Sanktionen

Während beide Seiten betonen, dass sie einen direkten militärischen Konflikt vermeiden wollen, setzen die USA ihren militärischen Aufmarsch in der Region fort und erließen vor Tagen neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft, die sich unter anderem gegen Ajatollah Ali Chamenei und Außenminister Sarif richten.

Mit diesen "nutzlosen Sanktionen" gegen die Führung der Islamischen Republik habe Washington "den diplomatischen Weg auf Dauer versperrt", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Sayyid Abbas Musawi, am Dienstag.

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Teheran werde erst mit den USA verhandeln, wenn Washington seine "Kampagne des maximalen Drucks" einstelle, erklärte auch Chamenei.

Der langjährige Konflikt zwischen beiden Ländern eskalierte im vergangenen Jahr, nachdem die USA das 2015 abgeschlossene Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufkündigten und Sanktionen gegen das Land verhängten. Das Abkommen, an dem neben Teheran auch die anderen Unterzeichnerstaaten – Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Russland und die EU – festhalten wollen, soll den Iran von der Entwicklung einer Atombombe abhalten.  

Die US-Regierung will erklärtermaßen den Druck auf Teheran so lange erhöhen, bis sich der Iran zu Verhandlungen über ein neues Atomabkommen bereit erklärt. Trump machte jüngst aber auch klar, dass er wohl auch damit leben könne, wenn es zu keinem neuen Deal kommt. "Wenn es nicht passiert, ist das für mich in Ordnung. Soweit es mich betrifft, ich habe unbegrenzte Zeit", zitierte Reuters den US-Präsidenten am Mittwoch.

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