icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Neuer Trend in Nahost? Oman besteuert Energydrinks, da das Öleinkommen sinkt

Neuer Trend in Nahost? Oman besteuert Energydrinks, da das Öleinkommen sinkt
Das Sultanat Oman hat Mehrwertsteuererhöhungen von 100 und 50 Prozent auf verschiedene Produkte eingeführt, um sein Steuereinkommen zu steigern. Grund für den Schritt ist der Einkommensverlust des Staates durch die sinkenden Ölpreise.

Um die Abhängigkeit von den Rohöleinnahmen zu verringern, hat das Generalsekretariat für Steuern des Sultanats Oman eine Reihe neuer Steuern auf Produkte angekündigt, die von Tabak und Alkohol bis hin zu Energydrinks reichen.

Ab dem 15. Juni unterliegen Schweinefleisch, Tabak und Alkohol sowie Energydrinks im Sultanat Oman einee Mehrwertsteuererhöhung von 100 Prozent, kohlensäurehaltige Getränke einem Aufschlag von 50 Prozent. Im vergangenen November sagte ein hoher Regierungsbeamter Omans, dass die Steuern rund 260 Millionen US-Dollar an jährlichen Einnahmen generieren könnten.

(Symbolbild). Eine Öl-Bohranlage in Midland, Texas U.S. 22. August 2018. Foto vom 22. August 2018.

Oman ist nicht Mitglied der OPEC, aber auch kein kleiner Ölproduzent: Die durchschnittliche Tagesrate der Ölförderung für April betrug mehr als 970.000 Barrel Rohöl und Kondensat. Die Exporte des Landes gehen nach Asien, wobei China fast 84 Prozent der Gesamtmenge ausmacht und der Rest zwischen Indien und Japan aufgeteilt ist.

Doch wie andere Produzenten am Persischen Golf, hat auch das Sultanat unter dem Preisverfall seit 2014 zu leiden. Wie auch andere Ölproduzenten, zögerte Oman, Maßnahmen zu ergreifen, die bei der Bevölkerung unbeliebt wären, hielt es aber letztendlich für notwendig, sie zu riskieren. In diesem Jahr könnte das Leistungsbilanzdefizit auf 9,1 Prozent ansteigen, weshalb nun Gegenmaßnahmen ergriffen werden, so von Bloomberg befragte Analysten.

Zusätzliche Steuern sind jedoch nicht die einzige Maßnahme, die Oman verfolgt, um seine Wirtschaft zu diversifizieren. Das Sultanat verfolgt auch Projekte im Bereich erneuerbarer Energien, berichtete die Oxford Business Group letzten Monat.

Trotz der ölpreisbedingten Probleme, gegen die niemand im Nahen Osten immun zu sein scheint, geht es Oman noch recht gut. Ein kürzlich von der Weltbank veröffentlichter Bericht besagt, dass das Sultanat im Jahr 2020 mit sechs Prozent das höchste Wirtschaftswachstum unter den Mitgliedern des Golf-Kooperationsrates verzeichnen wird, nicht zuletzt dank seiner Diversifizierungsbemühungen, aber auch wegen der Ausweitung seiner Öl- und Gasproduktion.

Mehr zum Thema - Oman zwischen den Stühlen: Israel und USA fördern Kooperationen mit Feindbild Iran

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen