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Die Angst in der iranischen Bevölkerung vor einem Krieg

Die Angst in der iranischen Bevölkerung vor einem Krieg
Großer Bazar von Teheran, Iran, 7. Oktober 2015.
Sowohl die iranische als auch die US-amerikanische Führungsriege beteuert man wolle keinen Krieg. Die von US-Sanktionen geplagte iranische Bevölkerung sorgt sich jedoch zunehmend vor einer Eskalation. Die Angst vor einem Krieg die beherrscht die Unterhaltungen.

Miriam (Name von der Redaktion geändert) ist Ende 20 und lebt mit ihrem Mann und kleinen Sohn in Esfahan. Sie arbeitet an einem Sprachinstitut und gibt Französischunterricht. Ihr Mann arbeitet im Baugewerbe. Vor den US-Sanktionen gegen ihr Land gehörten sie zur iranischen Mittelschicht und machten sich wenig Sorgen um die Zukunft.

Symbolbild: Iran, Teheran, 30. Juli 2013.

Die Spannungen zwischen Teheran und Washington wuchsen, nachdem Washington sich entschloss, zusätzlich zu den schon bestehenden Sanktionen gegen den Iran, allen Ländern den Import iranischen Öls zu untersagen. Hinzu kam ein verbaler Schlagabtausch der Regierungsvertreter. So schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter: 

Wenn Iran kämpfen will, wird es das offizielle Ende des Iran. 

Die Regierung unter Donald Trump stellt den Iran als Hort des Bösen dar, als Exporteur des Terrors, der seine Islamische Revolution jenseits der Grenzen der Islamischen Republik zu expandieren versucht. Trump setzt auf eine Politik des "maximalen Drucks". 

Mit den schwindenden Bauaufträgen droht Miriams Mann seine Stelle zu verlieren, oder, wie vielen jungen Iranern, könnte man ihm das Gehalt kürzen, oder nicht auszahlen. Die Arbeitslosenquote im Iran liegt derzeit bei rund 12,20 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 28,30 Prozent. 

Angesichts der Spannungen mit den USA wünscht sie sich, sie hätte das Land verlassen, bevor sie eine Familie gründete. RT Deutsch schrieb sie: 

Ich habe Angst vor Krieg, ich bin so nervös. 

Wie die meisten blickt sie in eine ungewisse Zukunft. Das Thema USA versus Iran beherrscht die Alltagsgespräche. 

Die Generation ihrer Eltern wurde geprägt vom Irak-Krieg. Damals, auch als der Irak Chemiewaffen gegen die iranische Bevölkerung einsetzte, schritt kein anders Land ein. Die iranische Führung lernte aus dem Fehler der Vergangenheit, und baute seine Verteidigung aus. 

US-Präsident Donald Trump drohte jüngst dem Iran mit der völligen Zerstörung (Symbolbild)

Die Sanktionen und der Druck lassen die iranische Mittelschicht verarmen. Reisen ins Ausland, ein Studium im Ausland, ausländische Produkte, alles erscheint unerschwinglich. Mit dem Ausstieg der USA aus dem im Jahr 2015 geschlossenen Nuklearabkommen verzeichnete der iranische Rial einen Rekordverlust. Die von den Europäern versprochene Tauschbörse INSTAX, welche im Handel mit dem Iran die US-Sanktionen auf Bankgeschäfte umgehen soll, wurde bislang nicht realisiert.

Als Konsequenz erklärte der Iran einen Teilausstieg aus dem Nuklearabkommen und versuchte, den Europäern eine Frist zu setzen, um die Tauschbörse Realität werden zu lassen. Das Ultimatum wurde jedoch abgewiesen.

Ein Gespräch zwischen den strittigen Regierungen ist derzeit nicht möglich. Der iranische Außenminister Dschawad Sarif sagte: 

Wir sind nicht gewillt mit Leuten zu sprechen, die ihre Versprechen gebrochen haben. 

Mehr zum Thema - Irans Außenminister: Die "mörderischen Drohbotschaften" der USA werden uns nichts anhaben

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