Nahost

Iranischer Sicherheitsausschuss: Teheran will keinen Krieg mit den USA

Nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) als Terrororganisation einzustufen, hat der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments die Abgeordneten zur Besonnenheit aufgerufen. Einen Krieg gegen die USA will niemand ernsthaft.
Iranischer Sicherheitsausschuss: Teheran will keinen Krieg mit den USA

Der Leiter des Ausschusses, Heschmatollah Fallahatpischeh, warnte die Politiker, besonders die aus dem Hardliner-Lager, mit Äußerungen wie "Rückkehr der amerikanischen Soldaten in Särgen" die Krise nicht weiter zu eskalieren. "Auf der Agenda des Parlaments sollten nur sachliche Diskussionen im Einklang mit internationalen Vorschriften und der UN-Charta geführt werden", sagte er am Mittwoch. 

Als Reaktion auf Trumps Entscheidung vom Montag hatte der iranische Sicherheitsrat im Gegenzug das US-Central Command (CENTCOM), das die US-Truppen im Nahen Osten führt, auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt und die US-Regierung als Förderer von Terrorismus eingestuft. Das Parlament soll diese Entscheidung nun auch als Gesetz verabschieden. Dieses Vorgehen sei allerdings keine Kriegserklärung an die USA, erklärte Fallahatpischeh der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Man wolle sich im Notfall nur verteidigen. 

Irans Präsident Hassan Rohani hatte den Beschluss der USA als "absurd und wirkungslos" bezeichnet. In einem Telefongespräch mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron am Dienstagabend sagte er, dass die IRGC seit Jahrzehnten gegen Terroristen kämpfen. Ohne sie wären zumindest zwei Länder in der Region – Irak und Syrien – in die Händen der Terrormiliz Islamischer Staat gefallen. IRGC-Kommandeur Mohammad Ali Dschafari nannte Trumps Entscheidung "kindisch und wirkungslos". Als Zeichen der Solidarität mit den Revolutionsgarden waren am Dienstag fast alle Abgeordneten des iranischen Parlaments in IRGC-Uniformen erschienen.

Mehr zum ThemaIran antwortet USA: Ihr seid das Symbol für internationalen Terror - wirtschaftlich und militärisch

(rt deutsch/dpa)

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team