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Trotz vieler toter Zivilisten: Britische Luftwaffe unterstützt saudische Jets im Jemen-Krieg

Trotz vieler toter Zivilisten: Britische Luftwaffe unterstützt saudische Jets im Jemen-Krieg
Kinder liegen am Boden und stellen sich tot, um Kriegsopfer zu symbolisieren und damit vor den Büros der Vereinten Nationen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gegen saudisch geführte Luftangriffe zu protestieren.
Durch Bombardierungen der saudischen Luftwaffe sterben im Jemen viele Zivilisten. Die Saudis erhalten dabei "technische Unterstützung" und "allgemeines Training" vom britischen Militär. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf Nachfrage der Opposition.

Großbritannien leistet "technische Unterstützung" für britische Flugzeuge, die von der Royal Saudi Air Force (RSAF) betrieben werden, die für die Ermordung unschuldiger Zivilisten im Jemen verantwortlich ist, wie ein britischer Minister offenbart hat.

Ein F-16-Kampfjet der emiratischen Luftwaffe.

Mark Lancaster von den konservativen Tories antwortete im Parlament auf eine Frage des Labour-Abgeordneten Lloyd Russell-Moyle nach militärischem Personal, das zu BAE-Systems nach Saudi-Arabien entsandt wurde, als er zugab, dass die britische Royal Air Force (RAF) die saudische Luftwaffe bei deren Bombardierungen im Jemen mit Ingenieurwissen und "allgemeinem Training" unterstützt hat:

RAF-Mitarbeiter, die zu BAE-Systems in Saudi-Arabien entsandt wurden, haben routinemäßige technische Unterstützung für britische Flugzeuge geleistet, die von der Royal Saudi Air Force betrieben werden, einschließlich der Flugzeuge, die im Jemen militärisch eingesetzt werden.

Lancaster bestand darauf, dass britisches Personal nicht an der Verladung von Waffen für Einsätze beteiligt war, als Reaktion auf Russell-Moyles Behauptung, dass die "britische Unterstützung den Luftkrieg Saudi-Arabiens in Gang hält".

Andrew Smith von "Campaign Against the Arms Trade" bezeichnete die Offenbarung als "schockierend, aber nicht überraschend" und fügte hinzu, dass britisches Militärpersonal "keine saudischen Jets bedienen oder die saudischen Streitkräfte unterstützen sollte".

Es ist nicht nur das Vereinigte Königreich, das weithin als Partei an der Bombardierung des Jemen durch die von Saudi-Arabien geführte Koalition kritisiert wird.

Im Dezember 2018 enthüllte das US-Verteidigungsministerium, dass es 331 Millionen US-Dollar an US-Steuergeldern von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zurückfordern musste, die diesen Staaten über einen Zeitraum von drei Jahren geschenkt wurden, nachdem das US-Militär die Luftwaffen beider Länder während ihres Krieges gegen den Jemen "versehentlich" kostenlos betankt hatte.

Im November 2018 beschuldigte Labour-Schattenaußenministerin Emily Thornberry die britische Regierung, "Blut an den Händen" zu haben, nachdem sie zugegeben hatte, dass die RAF in den letzten zehn Jahren über hundert saudische Piloten ausgebildet hatte.

Koalitionstruppen unter der Führung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bombardieren seit 2015 unerbittlich den Jemen, um die Huthi-Rebellen zu vertreiben, die die Hauptstadt Sanaa kontrollieren.

Berichten zufolge hatten sie Krankenhäuser und andere zivile Infrastrukturen ins Visier genommen, was zu einem massiven Cholera-Ausbruch führte. Nach Schätzungen der Opferzahlen sind mehr als 60.000 Menschen seit 2016 unmittelbar durch den Konflikt und weitere 85.000 Menschen in dessen Folge an Hunger und Unterernährung gestorben.

Die Hälfte der jemenitischen Bevölkerung ist zum Überleben auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen und droht zu verhungern, nachdem die Koalitionstruppen im vergangenen Jahr die Hafenstadt Hodeidah blockiert haben.

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