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Iranischer Präsident auf Staatsbesuch im Irak – Hoffnung auf "Deal des Jahrhunderts" gegen USA

Iranischer Präsident auf Staatsbesuch im Irak – Hoffnung auf "Deal des Jahrhunderts" gegen USA
Der iranische Präsident Hassan Rohani, Teheran, Iran, 2013.
Der iranische Präsident Hassan Rohani reist erstmals in den Irak. Den Irak bezeichnete er vor seiner Abreise als "Bruderland". Der Besuch ist ein Zeichen gegen die Versuche Washingtons, den Iran weiter zu isolieren. Teheran sieht die US-Truppen im Irak als Bedrohung.

Am Montag traf der iranische Präsident Hassan Rohani, begleitet von Regierungsvertretern aus Teheran, in Bagdad ein. Der irakische Außenminister Mohamed Ali Hakim nahm die Gäste in Empfang. Nach dem Besuch eines schiitischen Tempels steht das Treffen mit dem irakischen Präsidenten Barham Salih und Premierminister Adil Abd al-Mahdi auf der Agenda.

Vor seiner Reise sagte der iranische Präsident: 

Wir sind sehr daran interessiert, unsere Beziehungen zum Irak auszubauen, insbesondere unsere Zusammenarbeit im Verkehrssektor. 

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif bezeichnete die Reise von Rohani als "historisch". In den 1980er Jahren starben eine Million Menschen im Iran-Irak-Konflikt. Vor ihm war Präsident Ahmadineschād im Jahr 2008 als erster iranischer Präsident in den Irak gereist. 

Rohani hofft auf neue Handelsbeziehungen mit dem Irak. Während seines Besuchs sollen Abkommen in den Bereichen Energie, Transport und Landwirtschaft getroffen werden. 

Die US-Regiering wirft dem Iran vor, die Islamische Revolution exportieren zu wollen, und versucht das Land durch wirtschaftliche Sanktionen zu schädigen. Nach dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem 2015 geschlossenen Nuklearabkommen (JCPOA) traten erneut Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Der US-Präsident Donald Trump drohte, dass sein Land den Irak nutzen werde, um den Iran zu beobachten. Für die iranische Regierung stellen die US-Truppen eine Bedrohung dar. 

Im Irak will die Fattah-Allianz in der Regierung erreichen, dass die US-Truppen das Land verlassen. Die Regierung in Teheran setzt auf unterstützende Kräfte im Irak im Kampf gegen den Terror und auch gegen die Anti-Iran-Politik der USA.

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