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Jemen: Bomben aus britischer und US-amerikanischer Herstellung töten fast 1.000 Zivilisten

Jemen: Bomben aus britischer und US-amerikanischer Herstellung töten fast 1.000 Zivilisten
Abdullah al-Khawlani platziert Rosen am Grab seines Sohnes, Waleed, der durch einen Angriff der saudisch geführten Koalition starb, Saada, Jemen, 4. September 2018.
Einem neuen Bericht zufolge töteten britische und US-amerikanische Bomben rund 1.000 Menschen im Jemen-Krieg, darunter 120 Kinder. Der Bericht spricht von "illegalen Angriffen", bei denen keine Versuche unternommen wurden, Zivilisten zu verschonen.

Der Bericht untermauert die Forderung, die Waffenlieferungen aus dem Westen für den Krieg im Jemen einzustellen. Das 120 Seiten umfassende Papier mit dem Titel "Tag des Urteils" wurde vom Netzwerk Universitäten für die Menschenrechte (University Network for Human Rights, UNHR) und der Mwatana Gruppe, welche die Entwicklungen im Jemen beobachten, veröffentlicht.

Insgesamt 60.000 Menschen kamen bislang im Jemen-Krieg ums Leben. Millionen sind noch immer vom Hungertod bedroht. Im Jahr 2018 gab es laut Mwatana 128 illegale Luftschläge, im Jahr zuvor waren es 90.  

Die Cholera-Krise im Jemen wird durch weitere Luftangriffe noch weiter verschlimmert.

Ruhan Nagra vom UNHR: 

Dieser Bericht zeigt, dass es ein Muster von scheinbar rechtswidrigen Luftangriffen gibt, bei denen westliche Waffen von der Koalition eingesetzt wurden. Es ist ein Beweis dafür, dass die USA und Großbritannien eine Rolle beim Gemetzel und der Verwüstung im Jemen spielen. 

In den USA verabschiedete das Repräsentantenhaus eine Resolution, um die militärische Unterstützung des Jemen-Kriegs zu beenden. Der Senat muss dem noch zustimmen. US-Präsident Donald Trump will jedoch an den Waffenlieferungen weiter verdienen und stellt sich gegen die Resolution. Auch die Regierung Großbritanniens unter Theresa May ist gegen einen Lieferstopp. 

Insgesamt 27 Luftangriffe der saudisch geführten Koalition wurden zwischen April 2015 und April 2018 untersucht. Diese bezeichnet der Bericht als "rechtswidrig". Die Koalition erwog in keinem der Angriffe Vorkehrungen, um die Opferzahlen unter den Zivilisten zu minimieren. 

Jeder dieser Einsätze fand mit Waffen statt, die aus den USA oder Großbritannien stammten. Es wurden 203 Menschen getötet und fast 750 verletzt.

Britische Bomben kamen mindestens fünfmal zum Einsatz, trafen eine Hochschule, Geschäfte und ein Lagerhaus. Eine Person starb, ein Kind wurde verletzt. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate weisen jede Schuld an dem Tod von Zivilisten von sich. Als einer der blutigsten Angriffe, der in dem Bericht untersucht wurde, gilt ein Angriff auf eine Hochzeit im April 2018. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, 97 wurden verletzt. Fast 60 der Verletzten waren Kinder.

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