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Assad-Beraterin weist YPG-Forderung zurück: Autonomie für Kurden bedeutet Spaltung Syriens

Assad-Beraterin weist YPG-Forderung zurück: Autonomie für Kurden bedeutet Spaltung Syriens
Ein Händler in Syriens Kamischli stellt eine Fahne der kurdischen YPG-Miliz auf.
Eine führende Beraterin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hat die Forderung der bislang von den USA unterstützten YPG-Miliz abgelehnt, den syrischen Kurden Autonomie zu gewähren. Sie betonte, dass die Gewährung von Autonomie der Spaltung Syriens gleichkommt.

"Autonomie bedeutet die Teilung Syriens. Wir geben keine Möglichkeit, Syrien zu teilen", sagte Bouthaina Schaaban der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag bei einer Konferenz in Moskau.

Die Beraterin schloss die Teilhabe der Kurden am syrischen Staat jedoch nicht aus. "Syrien ist ein Land, das ein Schmelztiegel für alle Menschen ist, und alle Menschen sind vor dem syrischen Recht und vor der syrischen Verfassung gleich", fügte sie hinzu und nannte die Kurden "einen wertvollen und sehr wichtigen Teil des syrischen Volkes".

US-Panzerfahrzeuge in Manbidsch, Nordsyrien

Die kurdische YPG-Miliz will die von ihr gegenwärtig kontrollierten Gebiete in Nordostsyrien in einem künftig dezentralen Staat schützen, sollten sich die US-Truppen, die sie derzeit unterstützen, zurückziehen. Sie hofft auch, dass ein Abkommen mit Damaskus die benachbarte Türkei davon abhalten könnte, sie anzugreifen. Ankara betrachtet die YPG als syrischen Ableger der PKK, mit der die Türkei seit Jahrzehnten in einem blutigen Konflikt verwickelt ist und die als terroristisch gelistet ist.   

Schaaban machte ihre Kommentare, nachdem der syrische stellvertretende Außenminister Faisal Mekdad im vergangenen Monat noch Optimismus über den Dialog mit der YPG zum Ausdruck gebracht hatte. Bei seiner jüngsten Rede unterstrich Präsident Baschar al-Assad jedoch, dass er jeden Zentimeter des in acht Jahren Krieg verlorenen Territoriums zurückerobern will.

Die syrische Beraterin saß auf der Konferenz neben dem stellvertretenden russischen Außenminister und lobte Moskau für seine Intervention in Syrien. Sie sagte, Russland hat "erstaunliche Konsequenz im Umgang mit Fakten vor Ort" gezeigt.

Andrerseits kritisierte die Beraterin von al-Assad die Politik der Türkei. Genauso wie Damaskus eine YPG-Autonomie ablehnt, weist sie die Idee einer Sicherheitszone zurück. Ankara will, dass das Gebiet in der Nähe der türkischen Grenze von der von den USA unterstützten kurdischen YPG-Miliz geräumt wird und dort in Gebiete eindringt, von denen einige derzeit von US-Truppen kontrolliert werden.

Die Türkei hat neue Ambitionen, das Land anderer Menschen zu besetzen, und ich denke, wir stehen Erdoğan gegenüber, der davon träumt, das Osmanische Reich wiederzubeleben und wiederherzustellen", gab sie an und fuhr mit den Worten fort: "Aber ich glaube nicht, dass er das schaffen wird, weil unser Volk dazu da ist, unser Land zu verteidigen."

Die Türkei unterstützt noch immer zahlreiche Rebellen, die im Nordwesten Syriens von Dscharābulus über al-Bab bis nach Afrin zahlreiche Gebiete außerhalb der Kontrolle von Damaskus verwalten.

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