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CENTCOM-Kommandeur wurde nicht über Syrien-Abzug informiert

CENTCOM-Kommandeur wurde nicht über Syrien-Abzug informiert
US-Präsident Donald Trump besucht am 6. Februar 2017 zum ersten Mal das US-Central Command in Florida und dessen Oberbefehlshaber General Joseph Votel.
Vor dem Senatsausschuss der US-Streitkräfte bestätigte der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Mittleren Osten, dass er vom Truppenabzug aus Syrien überrascht wurde. Nun arbeite man aber daran, die Pläne des US-Präsidenten auch umzusetzen.

Es war die wahrscheinlich letzte öffentliche Anhörung von General Joseph Votel vor dem Ausschuss des Senats, bevor er im Frühling das Kommando über die Truppen im Mittleren Osten abgibt. Als Oberbefehlshaber des Central Command (CENTCOM) müsste er normalerweise über die Pläne in seinem zuständigen "theatre of war" (Kriegsschauplatz) informiert sein. Doch wie er nun vor dem Ausschuss bestätigte, wurde er von der Ankündigung von Donald Trump im Dezember vollkommen überrascht, dass die USA ihre Truppen aus Syrien abziehen werden. "Ich wurde nicht konsultiert", sagte er.

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Zwar mögen die Entscheidung und der Zeitpunkt der Ankündigung überraschend gewesen sein, doch Votel bestätigte auch, dass Trump "in der Vergangenheit den Wunsch und die Absicht zum Abzug aus Syrien geäußert" hat. Nur wollten die Generäle davon offensichtlich nichts wissen, da es keinerlei Pläne für einen Abzug gab. Ähnliches geschah bereits 2008, als der damalige US-Präsident Barack Obama die Truppen aus Afghanistan abziehen wollte, am Ende aber sogar noch mehr Soldaten schicken musste.

Ein weiterer interessanter Punkt bei der Anhörung war der zeitliche Aspekt des Abzugs. Nach den widersprüchlichen Angaben der letzten Wochen sagte der CENTCOM-Kommandant, dass es weder eine zeitliche Vorgabe noch sonst irgendwelche Bedingungen aus dem Weißen Haus dazu gibt.

Ich stehe nicht unter Druck, zu einem bestimmten Zeitpunkt draußen zu sein (aus Syrien/Anm.), und es wurden mir keine spezifischen Bedingungen dazu gestellt. (…) Fakt ist, der Präsident hat eine Entscheidung gefällt, und wir werden hier seine Befehle zum Rückzug aus Syrien umsetzen.

Die anwesenden Senatoren wollten von General Votel wissen, wie es denn tatsächlich um den sogenannten Islamischen Staat in Syrien steht. Der Meinung von Präsident Trump, der IS sei besiegt, konnte sich Votel nicht anschließen. Zwar könne das "physische Kalifat" bis zum tatsächlichen Abzug zerstört werden, aber sie werden dennoch weiterhin versuchen, die USA anzugreifen, sagte er weiter aus. Deshalb wäre es "optimal", wenn selbst nach dem offiziellen Abzug der US-Truppen weiterhin Spezialeinheiten im Land blieben, um "an der Seite der Partner" gegen den IS zu kämpfen. Etwas zögerlich fügte er hinzu, dass es die USA "in verschiedenen Gebieten" gezeigt haben, dass sie auch aus "einigermaßen abgelegenen Lagen" ihre Ziele erreichen können.

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