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Medienbericht: US-Waffen gelangen über Saudi-Arabien an salafistische Milizen im Jemen

Medienbericht: US-Waffen gelangen über Saudi-Arabien an salafistische Milizen im Jemen
Symbolbild: Gesammelte Waffen von jementischen Stämmen, Sanaa, Jemen, 26. Mai 2007.
Gemäß einem CNN-Bericht landeten US-Waffen bei Milizen, die in Verbindung zu Al-Qaida im Jemen stehen. Für die Weitergabe der Waffen sind Saudi-Arabien und seine Koalitionspartner verantwortlich. Die US-Waffen werden zur Handelsware Riads, um Einfluss zu gewinnen.

Die saudische Koalition im Jemen verletzt laut einem CNN-Bericht die Bedingungen für die Waffenverkäufe aus den USA. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate nutzen demnach die Waffen aus den USA, um sich die Loyalität von Stämmen und Milizen zu erkaufen und sich einen politischen Vorteil zu verschaffenDie Vereinigten Staaten bestätigen, dass es hierzu Nachforschungen gebe. Konsequenzen gibt es bislang jedoch nicht. 

Die Huthi-Rebellen sind die ärgsten Widersacher Al-Kaidas im Jemen (Foto zeigt eine Huthi-Patrouille in der Hauptstadt Sanaa).

Bei dem Angriff Saudi-Arabiens auf einen Schulbus im Jemen starben 40 Kinder, Dutzende wurden verstümmelt. Anschließend tauchten Bilder in den sozialen Medien auf, die bewiesen, dass die Bombe aus US-Herstellung stammte. US-Präsident Donald Trump kritisierte daraufhin den "schlechten Umgang" mit den US-Waffen durch Saudi-Arabien:

Das waren im Grunde Leute, die nicht wussten, wie man die Waffe richtig einsetzt, was schrecklich ist.

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Aber auch nach dem Mord am Journalisten Jamal Kashoggi durch das saudische Königshaus wurden die Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien nicht eingestellt. Im Jahr 2015 wurde die saudische Koalition geformt, um gegen die Huthi-Rebellen im Jemen zu kämpfen. Dem Iran wird vorgeworfen, diese zu bewaffnen und einen Stellvertreterkrieg im Jemen zu führen. Schon vor Ausbruch des Konflikts galt das vorderasiatische Land als sehr arm. Friedensbemühungen scheiterten bislang, Millionen sind weiterhin vom Hungertod bedroht. 

Von den illegalen Waffengeschäften mit Material aus den USA haben radikale Gruppen profitiert. Ein Beispiel ist die "Abu Abbas Brigade", eine extremistische Gruppe mit Verbindungen zu Al-Qaida. Sie stellte im Jahr 2015 den Besitz von US-Militärfahrzeugen zur Schau. Im selben Jahr gab es aus der Luft einen Abwurf moderner US-Panzerabwehrraketen in dem Gebiet, wo Al-Qaida zu der Zeit aktiv war. Über den Verbleib der Panzerabwehrraketen ist nichts bekannt.

Obwohl Al-Qaida auf der Terrorliste der USA stehen, erhalten die Extremisten Unterstützung von Saudi-Arabien. Die saudische Koalition hat sich zu den Vorwürfen der Waffenweitergabe bislang nicht geäußert. Nahe der jemenitischen Hafenstadt Hodeidah bietet der Fahrzeugfriedhof für Militärgerät weitere Hinweise auf die Weitergabe an extremistische Gruppen. Einige Panzerfahrzeuge aus den USA tragen Aufschriften der Alwiyat al Amalqa Brigade, einer salafistischen Organisation. Auch das weist laut CNN auf eine Weitergabe militärischen Geräts durch die arabischen US-Verbündeten hin. 

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