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Macron und das Völkerrecht: Frankreich wird auch 2019 mit 200 Elitesoldaten in Syrien operieren

Macron und das Völkerrecht: Frankreich wird auch 2019 mit 200 Elitesoldaten in Syrien operieren
Französische Soldaten der Wagram Task Force knien neben einem CAESAR-System, einer mobilen 155mm Haubitze, nördlich von Mosul am 13. Juli 2017.
Paris wird trotz des angekündigten Rückzugs der USA aus Syrien bis 2019 in Syrien "militärisch engagiert" bleiben. Dies hat Emmanuel Macron verkündet. Rund 200 Mitglieder französischer Spezialeinheiten operieren völkerrechtswidrig in Syrien.

"Der von unserem amerikanischen Freund angekündigte Rückzug aus Syrien kann uns nicht von unserem strategischen Ziel abbringen: der Ausrottung von ISIS", sagte der französische Präsident laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP über Macrons Rede auf einem Armeestützpunkt in Südfrankreich.

"Wir werden uns auch im kommenden Jahr militärisch an der internationalen Koalition in der Levante beteiligen", fuhr Macron fort.

Laut AFP verfügt Frankreich über 1.200 Militärangehörige, die in der Region eingesetzt sind, darunter auch Spezialeinheiten, die illegal in Syrien operieren. Das französische Militär fokussiert sich auf Luftoperationen, Artillerieeinsätze und die Ausbildung der irakischen Armee. Nach RT Deutsch-Informationen operieren rund 200 französische Elite-Soldaten in Syrien.

Macron drückte auch sein Beileid für die "vier amerikanischen Freunde, die auf syrischem Boden getötet wurden", aus, welche am Mittwoch bei einem Selbstmordattentat des "Islamischen Staates" in der nordsyrischen Stadt Manbidsch starben. Dabei wurden elf weitere Menschen getötet.

Der russische Außenminister Sergey Lawrow hält während der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 28. September 2018 in New York City ein Pressegespräch ab.

"Der Kampf ist noch nicht vorbei", unterstrich Macron. Er kündigte an, dass Frankreich in den kommenden Monaten seinen "globalen Militäreinsatz überarbeiten" werde, man werde sich in der Region "weiterhin an der Stabilisierung beteiligen". "Jede Eile, sich zurückzuziehen, wäre ein Fehler", fügte er hinzu.

Macron hatte zuvor den US-Präsidenten Donald Trump kritisiert, weil dieser am 19. Dezember erklärt hatte, dass er bald damit beginnen werde, die 2.000 in Syrien stationierten US-Soldaten zurückzuziehen.

Am nächsten Tag sagte die französische Europaministerin Nathalie Loiseau, dass das französische Militär seine Präsenz in Syrien "vorerst" beibehalten werde. Um die von der syrischen Regierung in Damaskus abgelehnte Militärpräsenz zu rechtfertigen, fügte sie hinzu:

Der Kampf gegen den Terrorismus ist noch nicht beendet."

Die USA begannen am 11. Januar mit dem Prozess des "Rückzugs" aus Syrien, wobei Berichten zufolge zwar militärisches Gerät, aber bislang kein Personal abgezogen wurde.

Französische Truppen in Syrien, Irak, Kuwait und Katar stationiert

Die Operation Chammal, Frankreichs Militärmission in Syrien und im Irak zur Unterstützung der Globalen Koalition gegen ISIS, wurde im September 2014 gestartet. Frankreich verfügt über rund 1.100 Soldaten und 10 Rafale Mehrzweck-Kampfjets, die bei der Operation Chammal eingesetzt werden, wie eine im Juli 2018 veröffentlichte Erhebung aufzeigt. Darüber hinaus werden ein maritimes Nachrichten-, Überwachungs- und Aufklärungsflugzeug, Atlantic 2, ein Transportflugzeug C-135, ein AWACS-Flugzeug E-3F und eine Fregatte der Marine eingesetzt.

John Bolton auf einem Kongress der anti-iranischen Lobbyorganisation

"Operation Chammal kann auch durch eine Spezialeinheit verstärkt werden. Die Organisation wird regelmäßig an die Umstände angepasst", sagte zuvor ein Sprecher der französischen Streitkräfte dem Verteidigungsposten.

Seit September 2016 unterstützt die 150 Mann starke Task Force Wagram, eine Artillerie-Kampfgruppe bestehend aus drei 155 mm Haubitzen vom Typ Caeser, Bodenoperationen im Irak und in Syrien. Die Kampfgruppe befindet sich derzeit in der Nähe der irakisch-syrischen Grenze und unterstützt die Bodenoperation der sogenannten Demokratischen Kräfte Syriens, kurz SDF, die von der Kurden-Miliz YPG angeführt werden, in der südostsyrischen Provinz Deir Ezzor.

In Bagdad bildet die französische Task Force Narvik Anti-Terror-Kommandos aus, während die Task Force Monsabert die Offiziere von sechs irakischen Infanteriedivisionen trainiert und berät, deren Hauptaufgabe die Verteidigung der Hauptstadt ist. Außerdem unterstützen französische Soldaten die US-Truppen in Kuwait und Katar.

 

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