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Russischer Außenminister an USA, Türkei und YPG: Nordsyrien muss unter Regierungskontrolle kommen

Russischer Außenminister an USA, Türkei und YPG: Nordsyrien muss unter Regierungskontrolle kommen
Der russische Außenminister Sergey Lawrow hält während der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 28. September 2018 in New York City ein Pressegespräch ab.
Während die Türkei und die USA über die Schaffung einer "Sicherheitszone" verhandeln, hat der russische Außenminister Sergei Lawrow am Mittwoch betont, dass alle Gebiete in Nordsyrien schlussendlich unter die Kontrolle der syrischen Regierung kommen müssen.

"Wir sind überzeugt, dass die beste und einzige Lösung die Rückübertragung dieser Gebiete unter die Kontrolle der syrischen Regierung sowie der syrischen Sicherheitskräfte und Verwaltungsstrukturen ist", sagte Lawrow gegenüber Reportern.

Die Türkei vermeldete am Dienstag, dass sie auf Vorschlag vom US-Präsidenten Donald Trump eine "Sicherheitszone" in Nordsyrien einrichten würde. Trump hatte letzten Monat angekündigt, dass er die US-amerikanischen Truppen aus dem Land abziehen würde.

Die mit den USA liierte Kurden-Miliz YPG, die einen Großteil des nördlichen Syriens kontrolliert, weist den Plan zur Schaffung einer Sicherheitszone zurück, weil sie eine türkische Offensive gegen das von ihr kontrollierte Gebiet befürchtet.

Russland ist ein langjähriger Unterstützer des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Lawrow bemerkte, dass die Zukunft der Kurden unter Regierungskontrolle gesichert werden könnte.

"Wir begrüßen und unterstützen Kontakte, die inzwischen zwischen kurdischen Vertretern und syrischen Behörden aufgenommen wurden, damit sie unter einer einzigen Regierung ohne Einmischung von außen in ihr (normales) Leben zurückkehren können", sagte Lawrow auf der Jahrespressekonferenz des russischen Außenministeriums in Moskau.

Der Spitzendiplomat ergänzte, dass es Fortschritte bei der Lösung der siebenjährigen Konflikte in Syrien gibt und dass der Schwerpunkt weiterhin auf Idlib liegen sollte, einer nordwestlichen Provinz des arabischen Landes. Anfang dieses Monats war sie unter die volle Kontrolle einer dschihadistischen Gruppe gefallen, die von Syriens ehemaligen al-Kaida-Ablegern dominiert wird.

"Der syrische Verständigungsprozess schreitet voran, wenn auch langsamer, als wir uns das natürlich wünschen", sagte Lawrow. "Der Kampf gegen den Terrorismus muss abgeschlossen werden. Gerade ist dort die wichtigste Brutstätte des Terrorismus Idlib."

Ein Konvoi gepanzerter Fahrzeuge der US-Streitkräfte fährt nahe des Dorfes Yalanli, am westlichen Stadtrand der nordsyrischen Stadt Manbidsch.

Die Kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) sind der wichtigste Verbündete der USA in Syrien. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" soll neuesten Evaluierungen zufolge nur noch eine Enklave von 15 Quadratkilometern kontrollieren. Dennoch bedeutet das nicht, dass die Gruppe ihr Fähigkeit verloren hat, Hit-and-Run-Angriffe oder Terroranschläge wie am Mittwoch in der nordsyrischen Stadt Manbidsch gegen US-Soldaten durchzuführen.

Ankara betrachtet die YPG als einen Ableger der PKK, gegen die der türkische Staat seit 1984 ein blutigen Krieg in der Südosttürkei führt.

Die türkische Armee hat zwei große Operationen in Syrien in den letzten Jahren gestartet – die Operation "Euphratschild" im Jahr 2016 gegen den IS und YPG-Kämpfer sowie die Operation "Olivenzweig" im Jahr 2018.

Bei der jüngsten Offensive überrannten türkische Truppen und mit ihnen verbündete syrischen Rebellen die kurdische Enklave Afrin im Nordwesten Syriens.

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