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Erdoğan-Berater: "USA sind ein höchst unzuverlässiger Partner für Ankara"

Erdoğan-Berater: "USA sind ein höchst unzuverlässiger Partner für Ankara"
Die Auseinandersetzung zwischen dem türkischen und dem US-amerikanischem Präsidenten wird immer schriller. Streitpunkt ist vor allem die US-Politik in Syrien.
Die Spannungen zwischen der Türkei und den USA nehmen zu und die Töne werden immer schriller. Während US-Präsident Trump der Türkei mit "wirtschaftlicher Zerstörung" droht, meint einer der wichtigsten Berater Erdogans, dass die USA ein "höchst unzuverlässiger" Partner seien.

Prof. Dr. Yasin Aktay ist Sprecher der Regierungspartei AKP und genießt als sein wichtigster Berater wie kein Zweiter Zugang zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Seit dem versuchten Putsch gegen Erdoğan im Juli 2016 befinden sich die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei auf Talfahrt. Die Schuld für den versuchten Putsch respektive die Unterstützung für die Putschisten verortete Erdoğan in Washington. Daran änderte auch der Machtwechsel im Weißen Haus nichts, ganz im Gegenteil.

Erst vor wenigen Tagen drohte US-Präsident Trump der Türkei mit "wirtschaftlicher Zerstörung", sollten sie ihrerseits ihre Drohung wahrmachen und die kurdische SDF-Miliz in Syrien angreifen, die hauptsächlich aus kurdischen YPG-Kämpfern besteht. Diese gehören wiederum zum syrischen Ableger der in der Türkei verbotenen und als Terrororganisation eingestuften PKK.

US-Präsident Donald Trump und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan bei einem Treffen im NATO-Hauptquartier in Brüssel

In einem Al-Dschasira-Interview bemängelte nun Prof. Dr. Aktay die "Inkohärenz" der USA im Zusammenhang mit ihrer Syrienpolitik und vor allem mit dem angekündigten Abzug der US-Truppen aus Syrien.

Die Probleme und Missverständnisse zwischen den USA und der Türkei sind das Resultat von Konfusion und Kakofonie zwischen den Akteuren auf verschiedenen Ebenen der US-Regierung und ihrer Institutionen", beschwerte er sich.

Zudem wäre Trump "zwischen der öffentlichen Meinung der USA, die die US-Präsenz in Syrien und dem weiteren Mittleren Osten hinterfragt, und Politikern von seiner Partei und Alliierten wie Israel und Saudi-Arabien festgefahren, die gegen einen Abzug sind", so Aktay mit Blick auf die wechselnden Positionen seit der Ankündigung.

Die US-Unterstützung für die kurdische YPG-Miliz in Syrien sorgte von Anfang an für schlechte Stimmung zwischen Ankara und Washington. Während die USA "eine Terrorgruppe, Daesh (arabisches Akronym für ISIS), bekämpfen, unterstützen sie eine andere, YPG. Solche Widersprüche verringern die Reputation des Landes als eine globale Macht", führte Aktay weiter aus. Und es wäre geradezu "skandalös", wenn Regierungsbeamte der USA mit Vertretern der YPG und deren politischem Arm PYD als "Vertreter der syrischen Kurden" sprechen würden. Abschließend meinte er:

Als ein NATO-Alliierter unterstützen die USA und ziehen es vor, mit einer Bedrohung für einen anderen NATO-Alliierten zu kooperieren, (und) treten dabei als höchst unzuverlässiger Partner auf.

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