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Inlandsgeheimdienst warnt: Jüdische Siedlerangriffe gegen Palästinenser steigen um 50 Prozent

Inlandsgeheimdienst warnt: Jüdische Siedlerangriffe gegen Palästinenser steigen um 50 Prozent
Israelische Siedler feiern den jüdischen Purim-Feiertag in der al-Shuhada-Straße in der geteilten Stadt Hebron am 1. März 2018.
Israels Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat vor einer Zunahme der Siedlergewalt gegen Palästinenser im Westjordanland gewarnt. Auch werden israelische Sicherheitskräfte vermehrt zur Zielscheibe von Siedlerangriffen, die in den meisten Fällen ungestraft davon kommen.

Laut dem israelischen Sender Channel 2 wies der Shin Bet auf einen deutlichen Anstieg von Angriffen extremistischer jüdischer Siedlergruppen im militärisch besetzten Westjordanland hin, zitiert die Nachrichtenseite Middle East Monitor.

Im vergangenen Jahr seien die so genannten "Preisschilder"-Angriffe deutlich gestiegen, fuhr ein israelischer Verteidigungsbeamter des Shin Bet hinzu und verwendete einen Begriff, mit dem radikale Siedler Angriffe auf Palästinenser und sogar IDF-Soldaten beschreiben.

Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der Angriffe jüdischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland von 200 im Jahr 2017 auf 300 Anschläge im Jahr 2018. Israelische Siedler griffen bei 40 Zwischenfällen ebenso israelische Sicherheitskräfte an.

Zu den aufgezählten Angriffen gehörten körperliche Übergriffe, Überfälle, Brandanschläge, aber auch tendenziell marginalere Verstöße wie das Aufschlitzen von Autoreifen oder das Schreiben rassistischer Drohsprüche auf Häuser palästinensischer Dorfbewohner.

Bildquelle: © Twitter / @SecPompeo

Vergangene Woche bestätigte das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten Erhebungen des Shin Bet. Vor dem Jahreswechsel veröffentlichte das Büro eine neue Statistik, wonach Siedlerangriffe auf Palästinenser im Jahr 2018 um 69 Prozent im Vergleich zu 2017 anstiegen.

Der Shin Bet erklärte, dass die Siedlerübergriffe gegen die palästinensische Bevölkerung zunehmen, da Täter nicht abgeschreckt, bestraft oder verhaftet werden. Times of Israel zitierte weiter, dass extremistische jüdische Aktivisten im Westjordanland "ermutigt" würden und warnte, dass Angriffe von Siedlern immer gewalttätiger werden könnten.

Der Verteidigungsbeamte verwies auf die gestiegene Bereitschaft junger Siedler, mitten in der Nacht in palästinensische Dörfer einzudringen, anstatt nur Olivenbäume zu fällen, die außerhalb dieser Gemeinden gepflanzt werden.

"Wenn sich dieser Trend der Eskalation der Preisschildangriffe fortsetzt, wird ein weiterer tödlicher Angriff wie der damals in Duma stattfinden", fügte er hinzu.

Im Juli 2015 warfen Verdächtige eine Brandbombe in ein Haus des palästinensischen Dorfs Duma. Bei diesem Angriff verbrannten drei Mitglieder einer Familie. Zwei israelische Jugendliche wurden anschließend wegen der Beteiligung an dem Angriff verhaftet.

Israelische Siedler stehen auch im Verdacht, vergangene Woche Steine auf den Konvoi des Premierministers der Palästinensischen Autonomiebehörde Rami Hamdallah im nördlichen Westjordanland geworfen zu haben.

Ein Passagier in einem der Fahrzeuge wurde durch Glasscherben leicht verletzt, berichteten israelische Medien am Mittwoch.

Der israelische Politiker von der zionistischen Partei HaBajit haJehudi, Bezalel Smotrich, hingegen wies die Kritik zurück. Seiner Meinung nach habe der israelische Inlandsgeheimdienst vor, "eine zynische und tendenziöse Kampagne durchzuführen".

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