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Um Russland beim S-400-Geschäft auszubooten: USA geben Patriot-Raketengeschäft für Türkei frei

Um Russland beim S-400-Geschäft auszubooten: USA geben Patriot-Raketengeschäft für Türkei frei
Ein US-Patriot-Raketenabwehrsystem ist während der israelisch-amerikanischen Militärübung "Juniper Cobra" auf der Luftwaffenbasis Hatzor in Israel am 8. März 2018 zu sehen.
Die USA wollen die Türkei wieder in ihren Orbit ziehen und haben Ankara ein Angebot für den Verkauf des Patriot-Luftabwehrsystems gemacht unter der Bedingung, dass Russlands S-400 nicht gekauft wird. Der Kreml ist zuversichtlich, dass am Vertrag nicht gerüttelt wird.

Moskau glaubt, dass der mögliche Kauf des US-amerikanischen Patriot-Raketensystems und der russischen S-400-Luftverteidigungssysteme durch die Türkei in keiner Verbindung zu einander stehen und dass der russisch-türkische Vertrag über den Kauf von S-400-Abwehrwaffen fortgesetzt wird, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch.

"Diese Prozesse sind nicht miteinander verbunden. In diesem Fall setzen wir die Vereinbarungen um, die wir bereits mit unseren türkischen Kollegen getroffen haben. Sie wissen, dass das Projekt und der Vertrag im Zusammenhang mit S-400 umgesetzt werden, und es wird fortgesetzt", betonte Peskow Reportern.

Der russisch-türkische Vertrag über den Kauf von S-400 sieht vor, dass Ankara bestimmte Daten nicht preisgibt, und Moskau vertraut seinen türkischen Partnern, so Peskow.

"In der Regel sieht die russische militärische und verteidigungspolitische Zusammenarbeit mit anderen Staaten zwangsläufig gesetzliche Verpflichtungen zur Geheimhaltung bestimmter Informationskategorien und sensibler Daten im Zusammenhang mit dieser Zusammenarbeit vor. Im Falle der türkischen Seite gibt es auch solche Verpflichtungen.... Wir sehen keinen Grund, unseren türkischen Partnern nicht zu vertrauen", fügte der russische Präsidentensprecher hinzu.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro (r.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 3. Dezember 2018 im Miraflores Presidential Palace in Caracas.

Im Dezember 2017 unterzeichnete Ankara einen Kreditvertrag mit Moskau, der die Lieferung der russischen Flugabwehrsysteme S-400 an die Türkei vorsieht.

Das S-400 Triumph mit der NATO-Bezeichnung SA-21 Growler, ist Russlands fortschrittlichstes Boden-Luft-Raketensystem. Sie hat eine Reichweite von 400 Kilometern und ist in der Lage, Luftziele, einschließlich ballistischer Raketen und Marschflugkörper, zu verfolgen sowie zu zerstören.

In einem offensichtlichen Schritt die Türkei wieder an sich zu binden, erklärte der  Pentagon am Dienstag, dass das US-Außenministerium einen möglichen Verkauf des Patriot Luft- und Raketenabwehrsystems in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar an seinen türkischen NATO-Alliierten  genehmigt habe, nachdem es den Kongress über die Zertifizierung informiert habe, berichten türkische Medien.

Nach Angaben Defense Security Cooperation Agency in den USA genehmigte das Department den Verkauf von 80 Patriot MIM-104E Lenkungsoptimierte Raketen, 60 PAC-3-Raketen und die zugehörige Ausrüstung.

US- und NATO-Beamte warnen Ankara wiederholt, dass das russische System nicht in die Infrastruktur der NATO integriert werden kann und dass der Kauf des S-400-Systems den türkischen Erwerb von F-35-Kampfjets gefährden und möglicherweise dazu führen würde, dass Washington Sanktionen verhängt.

Die Türkei bemerkte vergangenen Monat ausdrücklich, dass der Kauf des Verteidigungssystems aus Russland ein abgeschlossenes Geschäft sei und nicht aufgelöst werden könne. Außerdem verweist die Erdogan-Regierung darauf, dass NATO-Mitglied Griechenland seit Jahren ein russisches S-300-Luftabwehrsystem besitzt.

 

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