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Israel: Gewaltausbruch im Westjordanland als Folge fehlender US-Finanzmittel

Israel: Gewaltausbruch im Westjordanland als Folge fehlender US-Finanzmittel
Der Leichnam eines Babys wird zu Grabe getragen, das durch einen Schusswaffenangriff auf die Mutter leblos zur Welt kam, Jerusalem, Israel, 12. Dezember 2018.
Sonntagnacht verletzte ein Palästinenser acht Zivilisten mit einer Schusswaffe. Darunter eine schwangere Frau, deren ungeborenes Kind starb. Armeechef Eisenkot warnte vor einer Eskalation der Gewalt im Westjordanland. Zu lange habe der Fokus auf dem Gazastreifen gelegen.

Seit US-Präsident Donald Trump die finanziellen Hilfen für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) einstellte, verschlechtert sich die Lebenssituation der Palästinenser im Westjordanland. Die israelische Armee (IDF) warnte vor Gewaltausbrüchen aufgrund fehlender Hilfsmittel für Schulen. Die Hälfte der unter 30-Jährigen im Westjordanland ist arbeitslos, die Hoffnung der Jugend schwindet.

 

Ein Palästinenser auf den Trümmern seines Hauses, Dschenin, 1. September 2015

Die 21-jährige israelische Mutter war sieben Monate schwanger, als sie durch einen vorbeifahrenden Attentäter nahe der israelischen Siedlung Ofra angeschossen wurde. Das Baby kam durch einen Notkaiserschnitt leblos zur Welt und wurde Mittwoch Abend in Jerusalem beerdigt. Bei der Jagd nach dem Täter eröffneten israelische Truppen das Feuer auf palästinensische Fahrzeuge nördlich von Ramallah. Der Fahrer Salat Al-Barghouti wurde angeschossen und verhaftet.

Nun werden Rufe laut, die israelische Siedlung im Westjordanland zu legalisieren. Die Justizministerin Ajelet Schaked schrieb auf Twitter, dass jeder Terrorangriff die israelischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet nur weiter stärken werde. 

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schwor, die Mörder zu finden und zu verurteilen:

Unsere Herzen gehen an Shira und Amichai für den Tod ihres vier Tage alten Babys, dass noch nicht mal einen Namen trug. Abscheuliche Mörder, die teuflischsten Verbrecher der Welt.  

Monate zuvor hatte der IDF-Chef Generalleutnant Gadi Eisenkot vor einer Eskalation der Gewalt im Westjordanland gewarnt. Im Oktober gab es 109 Angriffe im Westjordanland und in Jerusalem, so der israelische Geheimdienst. Die Angriffe wurden mit Feuerbomben, improvisierten Explosionsmaterialien, Messern und Feuerwaffen durchgeführt. Im Oktober erschoss ein 23 Jahre alter Palästinenser zwei Israelis. Der Angreifer ist seither flüchtig und hat viele Sympathisanten unter den jungen Anwohnern. Die größte Herausforderung für den IDF sind die "lone Wolfes", Einzeltäter. Lag der Fokus bislang auf dem Gazastreifen, dürfte sich das israelische Militär nun auf das Westjordanland konzentrieren. 

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