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Mindestens zwei Tote: Iranische Sicherheitskräfte stoppen in letzter Sekunde Autobomben-Attentäter

Mindestens zwei Tote: Iranische Sicherheitskräfte stoppen in letzter Sekunde Autobomben-Attentäter
Ein Gesamtüberblick über den Ort des Autobombenanschlags vor einer Polizeistation in der Stadt Tschabahar am 06. Dezember 2018 im südlichen Iran.
Durch eine Bombenexplosion in der südostiranischen Hafenstadt Tschabahar wurden mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt, sagten iranische Beamte im staatlichen Fernsehen. RT Deutsch sprach mit einem iranischen Journalisten.

von Ali Özkök

Eine Reihe iranischer Medien hat von einer Autoexplosion in Tschabahar, der größten Hafenstadt in der Provinz Sistan-Belutschistan, berichtet.

Die Explosion in der Nähe des Polizeipräsidiums von Tschabahar am Shahid Rigi Boulevard wurde von Mohammad Hadi Marashi, dem stellvertretenden Sicherheitschef der Provinz, bestätigt.

Der Gouverneur der Provinz Sistan-Belutschistan, Rahmdel Bamari, sagte der Nachrichtenagentur IRNA, dass mindestens zwei Menschen getötet und viele andere verletzt wurden.

"Die Terroristen griffen den Polizeiposten in Tschabahar mit einem mit Sprengstoffen beladenen Fahrzeug an", sagte er. Der iranische Journalist Mahdi Khodabakhsh aus Teheran, der für die semi-staatliche Nachrichtenagentur Fars News arbeitet, kommentierte im Gespräch mit RT Deutsch den Hergang wie folgt:

Die Autobombe wurde vor der Eingangstür gezündet. Der Selbsmordattentäter wollte ursprünglich auch das Gelände des Polizei-Hauptquartiers infiltrieren. Er wurde aber von Sicherheitskräften noch rechtzeitig daran gehindert, dem Sicherheitskomplex zu nahe zu kommen.

IRNA zitierte auch ungenannte Quellen, wonach sporadische Schüsse auf die Explosion folgten.

Durch die Bombenexplosion wurden mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt, sagten iranische Beamte im staatlichen Fernsehen. Anderen Berichten zufolge sei die Zahl der Getöteten auf vier Menschen angestiegen.

"Außerdem wurden 27 unschuldige Menschen verletzt, darunter eine schwangere Frau und ein 16-jähriges Mädchen. Sie werden im Krankenhaus behandelt, aber eine von ihnen ist schwer verletzt", fügte Khodabakhsh hinzu.

Über die mutmaßlichen Drahtzieher des Angriffs sei noch nichts Genaueres bekannt, aber Khodabakhsh sagte unter Berufung auf Insiderquellen:

Es gibt Hinweise, dass die belutschische Terroristengruppe Ansar al-Furqan hinter dem Anschlag steht, aber die Beamten leugnen es.

Ansar al-Furqan ist eine salafistisch-dschihadistische Gruppierung, die vor allem in den iranischen Provinzen von Sistan und Belutschistan operiert. Sie gilt als Ableger von al-Kaida in der Region und wurde 2013 gegründet.

Beim genaueren Hinschauen falle jedoch auf, dass der Angriff nicht ganz durchdacht gewesen sei, fügte der Journalist hinzu. Wenn Ansar al-Furqan hinter dem Anschlag stehe, dann haben sie dank der rechtzeitigen Reaktion der Sicherheitskräfte eine ganze Angreifer-Zelle verloren.

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