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"Mordkit" für Khashoggi? Türkische Medien veröffentlichen belastende Röntgenbilder vom Flughafen

"Mordkit" für Khashoggi? Türkische Medien veröffentlichen belastende Röntgenbilder vom Flughafen
Flughafen in Istanbul, Symbolbild.
Elektroschockgeräte, Skalpelle und Scheren gehörten zum Reisegepäck der saudischen "Killer". Diese haben kurz nach dem Verschwinden von Jamal Khashoggi die Türkei verlassen, berichtete die Zeitung Sabah und zeigte Röntgenbilder ihres Gepäcks.

Das 15-köpfige saudische Team, das des Mordes an Khashoggi verdächtigt wird, trug die seltsamsten Gegenstände in seinem Gepäck, wie am Montag veröffentlichte Röntgenfotos der Gepäckkontrolle am Flughafen offenbaren. Solche Funde deuten darauf hin, dass der Mord - entgegen allen Beteuerungen aus Riad - tatsächlich gut geplant und kein "Unfall" war.

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In den Koffern des Teams befanden sich chirurgische Scheren, skalpellähnliche Schneidinstrumente, mehrere Spritzen und Elektroschockgeräte, die in der türkischen Zeitung als "Kryptowaffen" bezeichnet werden. Abgesehen davon enthielt eines der Gepäckstücke drei große Heftzangen, die wahrscheinlich zum Verschließen von Plastiktüten mit den Überresten des Journalisten benötigt wurden.

Das Gepäck enthielt auch verschiedenes elektronisches Equipment, das offenbar erforderlich war, um den Kontakt zwischen den Mitgliedern des Teams aufrechtzuerhalten. Die Röntgenbilder zeigen zehn Mobiltelefone, drei tragbare Sprechfunkgeräte und einen Störsender.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgte kurz nach der Offenlegung durch den Chefredakteur der Sabah-Zeitung, Nazif Karaman, dass Khashoggi in den letzten Momenten seines Lebens darum gebettelt haben soll, ihm eine Plastiktüte vom Kopf zu nehmen. "Ich ersticke.... Nimm mir diesen Beutel vom Kopf, ich bin klaustrophobisch", sagte der getötete Journalist laut Karamans Zitat aus den Audioaufnahmen von Khashoggis Armbanduhr.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bezeichnete die Aufnahme als "wirklich entsetzlich". Ein saudischer Geheimdienstler, der sie angehört hatte, habe gemutmaßt, dass der Täter harte Drogen genommen haben müsste, um ein so abscheuliches Verbrechen begehen zu können.

Die Aufnahmen sind wirklich entsetzlich. Als der saudische Geheimdienst-Offizier die Aufnahmen hörte, war er so schockiert, dass er sagte: "Der muss Heroin genommen haben, nur jemand, der Heroin nimmt, würde das tun", sagte das türkische Staatsoberhaupt am Dienstag.

Sicherheitspersonal am Eingang des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul, Türkei, 31. Oktober 2018.

Die Türkei behauptet, seit Anfang Oktober - als Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul verschwand - im Besitz von Audioaufnahmen zu sein, die den Hergang der Ermordung dokumentieren. Ankara habe die Aufnahmen Saudi-Arabien, den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland zur Verfügung gestellt, so Erdoğan.

Während Saudi-Arabien zugab, - nachdem es sich am Anfang geweigert hatte, den Tod des Journalisten zu bestätigen - dass Khashoggi tatsächlich während einer fehlgeschlagenen Geheimoperation gestorben sei, ist der Aufenthaltsort seines Körpers bislang noch immer unbekannt. Die Medien spekulieren daher weiterhin über die grausamsten Details des Mordes an Khashoggi.

Am Wochenende berichtete die türkische Zeitung Daily Sabah, dass die Forensiker Spuren von Säure in den Abflüssen des saudischen Konsulats gefunden hätten. Der Bericht bekräftigt frühere Theorien, dass die Überreste des Journalisten mit einer starken Säure aufgelöst und in den Abfluss gespült worden sein könnten.

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