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Erdoğan: Die USA verloren ihre Glaubwürdigkeit durch ihren Handelskrieg mit der Welt

Erdoğan: Die USA verloren ihre Glaubwürdigkeit durch ihren Handelskrieg mit der Welt
US-Präsident Trump reicht seinem türkischen Amtskollegen Erdoğan im Weißen Haus die Hand. (6. Mai 2017)
Der türkische Präsident Erdoğan kritisierte, die USA hätten ihre Glaubwürdigkeit verloren, seit Donald Trump einen globalen Handelskrieg auslöste. Er griff Washington für die Sanktionierung der Türkei und den Versuch an, den Iran zu isolieren.

"Die USA haben einen falschen Weg eingeschlagen, politische Probleme nicht durch Verhandlungen, sondern durch die Sprache der Erpressung und Drohung zu lösen", sagte Erdoğan am Montag im türkischen Parlament.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf einer Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin, 28. September 2018.

Er gab an, dass Washington "seine Glaubwürdigkeit verloren hat", nachdem die Türkei, Russland, China, der Iran und andere Länder kürzlich von US-amerikanischen Sanktionen getroffen wurden.

Der türkische Staatspräsident erwähnte die Situation des Iran und sagte, dass US-Drohungen über neue Sanktionen gegen das Land "unfair" seien. Im Mai kündigte Trump das Atomabkommen mit Teheran auf.

"Es ist absolut falsch, Sanktionen zu verhängen, wenn alle Probleme durch Überwachung, die von internationalen Organisationen durchgeführt wird, leicht gelöst werden können", sagte er und fügte hinzu, dass Sanktionen gegen einen Staat all seine Nachbarn in der Region beträfen. Das Staatsoberhaupt der Türkei nannte diese Politik "ineffektiv" und unterstrich:

Es ist für uns von größter Bedeutung, dass der Iran nicht von politischen Entscheidungen isoliert ist, die die Zukunft der Region bestimmen.

Er versicherte den Abgeordneten in seiner Rede in Ankara, dass die türkische Wirtschaft "stark genug ist und nicht den Drohungen und Angriffen der Amerikaner erliegen wird".

Washington ignoriere die "Sensibilität" der syrischen Frage für Ankara und "arbeitet weiterhin mit terroristischen Organisationen zusammen", sagte der Präsident und bezog sich auf kurdische Milizen, die die wichtigsten US-Verbündete in Syrien sind. Ankara betrachtet insbesondere die sogenannte Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als eine terroristische Gruppe. Erdoğan sagte auch, das Ziel der Türkei sei es, den Nordirak von kurdischen bewaffneten Gruppen "vollständig zu befreien", die Ankara als terroristisch listet.

Der russische Präsident Vladimir Putin (R) und sein türkischer Amtskollege Tayyip Erdogan geben sich bei einer Pressekonferenz nach ihren Gesprächen in Sotschi, Russland am 17. September 2018 die Hand.

Türkisch-amerikanisches Verhältnis weiter im Sinkflug

Die Beziehungen zwischen den beiden NATO-Verbündeten haben sich in den letzten Jahren durch den Aufenthalt des im Exil lebenden Imams Fethullah Gülen deutlich verschlechtert. Ankara wirft der Gülen-Bewegung vor, den gescheiterten Staatsstreich von 2016 angezettelt zu haben. Die Verhaftung des US-Pastors Andrew Brunson durch die Türkei in Bezug steht im Kontext des Putschversuchs. Außerdem plant die Türkei, russische S-400-Raketensysteme zu erwerben, was das Verhältnis zusätzlich vergiftete.

Der Tiefpunkt kam im August, als die Trump-Administration die türkischen Stahl- und Aluminiumimporte mit 50-prozentigen Zöllen belegte. Außerdem wurden der Justizminister und der Innenminister der Türkei wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Fall Brunson auf die Schwarze Liste der USA gesetzt. Die Beschränkungen führten zu einem Einbruch der türkischen Landeswährung, und Ankara reagierte darauf mit der Einführung eigener Zölle auf 22 Arten von amerikanischen Waren im Wert von über 533 Millionen US-Dollar.

Wir werden entschlossen gegen dieses perverse Bewusstsein kämpfen, das versucht, Sanktionen gegen uns zu verhängen", sagte Erdoğan.

Trotz der starken Töne äußerte der türkische Präsident später die Hoffnung, dass "die US-Führung früher oder später ihre falsche Einstellung über unser Land ändern wird" und dass sich die bilateralen Beziehungen normalisieren würden.

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