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Familie bestätigt: Bin Laden-Sohn heiratet Tochter von 9/11-Attentäter

Familie bestätigt: Bin Laden-Sohn heiratet Tochter von 9/11-Attentäter
Hamza bin Laden (Mitte) AFP PHOTO / FEDERATION FOR DEFENSE OF DEMOCRACIES' LONG WAR JOURNAL
Hamza bin Laden, Sohn von Osama bin Laden, hat nach Angaben seiner Familie die Tochter von Mohammed Atta geheiratet, dem Anführer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA. Die Rolle des saudischen Staates hinter al-Qaida bleibt umstritten.

von Ali Özkök

Die Ehe wurde von Osama bin Ladens Halbbrüdern - Ahmad und Hassan al-Attas - in einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian bestätigt.

Wir haben gehört, dass er die Tochter von Mohammed Atta geheiratet hat", sagte Ahmad al-Attas der Tageszeitung. "Wir sind nicht sicher, wo er ist, aber es könnte Afghanistan sein."

"Als wir dachten, dass alle darüber hinweg seien, sagte Hamza, dass er seinen Vater rächen werde", erzählt Hassan al-Attas, ein weiterer Halbbruder von Osama. "Ich will das nicht noch mal durchmachen." Er fügt hinzu:

Wenn Hamza jetzt vor mir wäre, würde ich es ihm sagen: Gott steh dir bei. Denk zweimal darüber nach, was du tust. Du solltest die Schritte deines Vaters nicht wiederholen. Du betrittst wirklich negative und schreckliche Teile deiner Seele.

US-Außenminister Mike Pompeo (L) und Abu Dhabis Kronprinz Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan treffen sich am 10. Juli 2018 im Al-Schati-Palast in Abu Dhabi.

Die Brüder glauben, dass Hamza eine leitende Position innerhalb der Terrororganisation al-Qaida eingenommen hat. Hamza ist der Sohn einer der drei Frauen von Osama bin Laden, Chairiah Sabar, die mit ihrem Mann in Abbottabad lebte, als er getötet wurde. Osama bin Laden wurde bei einem US-Angriff mit Spezialeinheiten in Pakistans Stadt Abbottabad am zweiten Mai 2011 erschossen.

Seitdem hat Hamza öffentliche Erklärungen abgegeben, in denen er seine Anhänger auffordert, Krieg gegen die USA, Großbritannien, Frankreich und Israel zu führen. Aus seinem Versteck heraus veröffentlichte er im vergangenen Jahr eine Tonaufnahme, in der zum heiligen Krieg gegen "Kreuzritter, Schiiten und internationale Aggressoren" aufruft. Manche betrachten ihn als Stellvertreter des amtierenden al-Qaida-Führers Ayman az-Zawahiri.

Westliche Geheimdienste haben sich in den letzten zwei Jahren zunehmend darauf konzentriert, Hamzas Aufenthaltsort ausfindig zu machen.

Osamas Frauen und überlebenden Kinder leben in Saudi-Arabien

Ein weiterer von bin Ladens Söhnen, Chalid, wurde bei der Razzia in Abbottabad getötet. Ein dritter, Saad, wurde 2009 bei einem Drohnenangriff in Afghanistan getötet. Briefe, die angeblich von Osama bin Laden stammten, sollen den Wunsch des Vatars nahegelegt haben, dass er sich Hamza als Nachfolger in der Führung von al-Qaida wünschte.

Die Ehefrauen und überlebenden Kinder des verstorbenen al-Qaida-Führers sind nach Saudi-Arabien zurückgekehrt, wo ihnen der ehemalige Kronprinz Mohammed ibn Naif Zuflucht gewährte.

Die Frauen und Kinder des Terrorführers sollen in engem Kontakt mit Osama bin Ladens Mutter Alia Ghanem stehen. Die Mutter bestätigte im Interview mit dem Guardian, dass sie in regelmäßigem Kontakt mit überlebenden Familienmitgliedern geblieben sei.

Will Riad von eigenen al-Qaida-Verbindungen ablenken?

Im ersten Teil des Guardian-Interviews, das am Freitag veröffentlicht wurde, behauptete Ghanem, dass ihr Sohn während seines Studiums von Mitgliedern der Muslimbruderschaft radikalisiert worden sei.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman

"Die Leute an der Universität veränderten ihn", sagte Ghanem und beschrieb ihren Sohn als einen schüchternen Jungen, der gut in der Schule war.

Er wurde ein anderer Mensch.

Bin Ladens Mutter beschrieb auch, wie ihr Sohn von Extremisten "einer Gehirnwäsche" unterzogen wurde:

Er war ein sehr gutes Kind, bis er einige Leute traf, die ihm mit Anfang 20 eine Gehirnwäsche verpassten. Man kann es eine Sekte nennen. Ich sagte ihm immer, er solle siTch von ihnen fernhalten, und er hätte mir gegenüber nie zugegeben, was er tat, weil er mich so sehr liebte.

Das Interview mit Ghanem und der Familie bin Laden sei möglich gewesen, weil die saudische Regierung es erlaubt habe, stellte der Guardian später fest.

Osamas Vermächtnis ist für das Königreich ebenso gravierend wie für seine Familie, und hohe Beamte glauben, dass sie, indem sie den bin Ladens erlauben, ihre Geschichte zu erzählen, zeigen können, dass ein Ausgestoßener - nicht ein Agent - für den 11. September verantwortlich war.

Die vermeintlich weiße Weste des saudischen Staates steht im Widerspruch zu den Angaben von Prinz Turki ibn Faisal, der 24 Jahre lang Chef des saudischen Geheimdienstes war, zwischen 1977 und dem 1. September 2001. Bin Laden reiste seinerzeit mit dem Wissen und der Unterstützung des saudischen Staates nach Afghanistan, um gegen die Sowjetunion zu kämpfen. Zusammen mit den USA bewaffneten die Saudis bin Ladens Gruppierung.

"Als er nach Dschiddah zurückkehrte, ermutigt durch den Krieg und die sowjetische Niederlage, war er ein anderer Mensch", sagt Turki dem Guardian.

"Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu Mohammed ibn Naif [dem ehemaligen saudischen Kronprinzen]", beteuerte Osamas Halbbruder Ahmad im Gespräch mit dem Guardian. "Er ließ die Frauen und Kinder zurückkehren."

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