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Iran warnt vor Unsicherheit im Roten Meer: Saudis stellen Öltransport nach Huthi-Angriff ein

Iran warnt vor Unsicherheit im Roten Meer: Saudis stellen Öltransport nach Huthi-Angriff ein
Saudi-Arabien hat erklärt, dass Öllieferungen durch die strategisch wichtige Seestraße Bab al-Mandab im Roten Meer nach einem Angriff der jemenitischen Huthi-Rebellen gestoppt würden. Saudi-Arabien startete zuvor eine Offensive auf die Hafenstadt Hudaida.

Nach den Angriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen auf zwei Öltanker wurden die Transporte über eine der weltweit wichtigsten Öltransitrouten im Roten Meer von Saudi-Arabien gestoppt.

Der saudische Energieminister Khalid al-Falih kündigte am Mittwoch an, dass das Königreich wegen Angriffen auf seine Öltanker die Transporte durch die bedeutende Straße Bab al-Mandab vor der Küste Jemens "vorübergehend einstellen" werde.

Exiliraner demonstrieren gegen ihre Regierung. Los Angeles, Kalifornien, USA 7. Januar 2018

Bab al-Mandab ist eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt. Durch diesen Seeweg werden rund 4,8 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert. Die Schließung könnte große Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Ölpreise haben.

Die Meerenge liegt zwischen dem Jemen und Ostafrika und ist ein wichtiger Transportweg für Öl von der Arabischen Halbinsel nach Europa über den Suezkanal.

Angriffe auf die Schifffahrt Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate im Roten Meer häufen sich seit Beginn des Jemen-Krieges im Jahr 2014.

Obwohl der jüngste Angriff nur geringe Schäden an den Tankern verursachte, reichte es offenbar aus, um Saudi-Arabien aufzuschrecken, das auf den Verkauf seiner fossilen Ressourcen angewiesen ist.

"Die zwei Millionen Barrel Fassungsvermögen pro Tanker waren gefüllt mit Rohöl und gingen in den Export. Einer der Tanker erlitt minimalen Schaden", kommentierte al-Falih.

Glücklicherweise gab es jedoch keine Verletzungen oder Ölunfälle, die zu katastrophalen Umweltschäden geführt hätten. Derzeit wird versucht, das beschädigte Schiff in den nächsten saudischen Hafen zu bringen.

Unter Bezugnahme auf das Rote Meer kritisierte der Kommandeur der iranischen Eliteeinheit al-Quds, Qassem Soleimani, in einer Rede am Mittwoch die Unterstützung der USA für Saudi-Arabien im Jemen-Krieg. Teheran gilt als wichtigster Alliierter der schiitischen Huthi-Rebellen. Der iranische Generalmajor warnte den US-Präsidenten Trump:

Das Rote Meer, das sicher war, ist mit der US-amerikanischen Präsenz nicht mehr sicher. US-Präsident Donald Trump sollte wissen, dass wir eine Nation des Märtyrertums sind und dass wir ihn erwarten.

Soleimanis Kommentar ist eine Reaktion auf die Drohung Washingtons, die iranischen Öllieferungen weltweit zu sanktionieren oder zu blockieren.

Mitte Juni starteten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Hilfe lokaler Milizen eine Offensive auf die Hafenstadt Hudaida, über die der Hauptteil der Lebensmittelversorgung der von den Huthis kontrollierten Gebiete ins Land gelangt.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten führen seit März 2015 eine Militäroperation im Jemen durch, mit der sie versuchen, den ehemaligen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi wieder an die Macht zu bringen. Diese mittlerweile drei Jahre andauernde Kampagne wird von den USA unterstützt, die den Kampfflugzeugen der Koalition Waffen, Aufklärung sowie Betankungen während der Flüge bereitgestellt haben.

Die Bombardierung und Blockade des Jemen hat das Land an den Rande des Zusammenbruchs geführt. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden mindestens 10.000 Jemeniten getötet. Etwa 22 Millionen weitere Menschen, etwa 80 Prozent der jemenitischen Bevölkerung, benötigen humanitäre Hilfe. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes hat keinen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung. Die UNO bezeichnete die Situation als die größte anhaltende humanitäre Katastrophe der Welt.

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