Großmufti von Syrien: Weißhelme müssen aufgespürt und wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden

Großmufti von Syrien: Weißhelme müssen aufgespürt und wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden
Teilnehmer einer moderierten Diskussion inklusive Publikumsgespräch zum Thema "Die Weißhelme" in Toronto, Kanada am 3. April 2018 haben ihre symbolischen weißen Helme mit Botschaften versehen.
Russland und Syrien müssten Mitglieder der Weißhelme wegen "Kriegsverbrechen" aufspüren und strafrechtlich verfolgen, erklärte der Großmufti Syriens, nachdem Israel auf Ersuchen der USA und Kanadas mehrere Hundert Mitglieder der Gruppe "evakuiert" hatte.

"Diese Menschen sind keine Flüchtlinge. Sie sind Kriegsverbrecher. Ich möchte die Regierungen unserer beiden Länder [Syrien und Russland] bitten, die Mitglieder der Gruppe der Weißhelme zu verfolgen. Sie überall zu finden, wo sie sein könnten", sagte Großmufti Ahmad Badr ad-Din Hassun am Montag. Hassun traf Familien von fünf russischen Soldaten, die bei der Bekämpfung von Terroristen in Syrien getötet wurden. Die Angehörigen der gefallenen Soldaten wurden von Präsident Baschar al-Assad zu einem Besuch in Syrien eingeladen.

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Hassun bezeichnete die Weißhelme als "Terroristen" und machte sie für den Einsatz chemischer Waffen gegen Zivilisten verantwortlich. Während die Weißhelme sich als humanitäre Gruppe und syrischer "Zivilschutz" ausgeben, operieren sie ausschließlich in von Militanten kontrollierten Gebieten. Die Gruppe, die im Westen als "Retter" gelobt wird, wurde wiederholt beschuldigt, eng mit Terroristen zusammenzuarbeiten und chemische Anschläge durchzuführen, um die Regierung Syriens in die Enge zu treiben.

Während der Evakuierung  der Weißhelme auf den Golanhöhen steigen Menschen in einen Bus. Das Standbild entstammt einem Video, das von der israelischen Armee am 22. Juli 2018 aufgenommen wurde.

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Am Sonntag erklärte das israelische Militär, dass es eine Reihe von Mitgliedern der Gruppe und deren Familien auf Ersuchen der USA, Kanadas und einiger europäischer Länder aus Syrien nach Jordanien evakuiert hat. Der ursprüngliche Plan beinhaltete die Evakuierung von 800 Personen, den Behörden zufolge sind jedoch nur 422 in Jordanien angekommen.

Damaskus spricht von "krimineller Operation"

Die Aktion Tel Avivs wurde von der syrischen Regierung scharf verurteilt. Aus Damaskus hieß es, dass die "kriminelle Operation" zur Rettung der Weißhelme ein weiterer Beweis für die Unterstützung von Terroristen durch Israel sei. Die syrische Regierung beschuldigt Tel Aviv wird seit langem, sich um verletzte syrische "oppositionelle Kämpfer" zu kümmern, "humanitäre Hilfe" in militärisch kontrollierten Gebieten zu verteilen und wiederholt die Regierungstruppen Syriens wegen angeblicher Unterstützung durch den Iran anzugreifen.

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Die evakuierten Mitglieder der Weißhelme sollen in Kanada, Deutschland und einigen anderen Ländern angesiedelt werden. Die Ziele hätten deutlich gezeigt, wer die wahren Kräfte hinter der Gruppe sind, so Hassun.

Wir möchten fragen, warum sie nicht nach Syrien fliehen, warum sie nicht in die syrische Gesellschaft zurückkehren wollen. Es gibt nur eine Antwort - sie sind die Kraft, auf die der Westen setzte, um die syrische Gesellschaft zu zerstören", betonte er abschließend.

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