US-Gesetzgeber fordern Stopp von F-35-Kampfjet-Verkauf an Türkei - Russland Alternative für Ankara

US-Gesetzgeber fordern Stopp von F-35-Kampfjet-Verkauf an Türkei - Russland Alternative für Ankara
Eine Gruppe von US-Kongressabgeordneten hat Verteidigungsminister James Mattis aufgefordert, die F-35-Verkäufe an die Türkei zu stoppen, weil der NATO-Verbündete trotz des Drucks Washingtons am Plan festhält, russische S-400-Flugabwehrsysteme zu kaufen.

Weniger als eine Woche bevor Lockheed Martin plant, die ersten F-35A Lighting II-Jets formell an die Türkei auszuliefern, und bevor der Senat über einen Gesetzentwurf zur Aussetzung aller Waffenverkäufe nach Ankara abstimmt, hat eine Gruppe von 44 Kongressabgeordneten einen Brief an US-Verteidigungsminister Mattis geschrieben. In dem beschreibt die Gruppe, wie "unvorstellbar" es wäre, die Kampfflugzeuge an ihren NATO-Verbündeten zu verkaufen.

Bildquelle: TSK

"Unsere Besorgnis über den Verkauf von F-35-Jets an die Türkei steht im Zusammenhang mit dem geplanten Kauf des russischen Boden-Luft-Raketensystems S-400 durch die Türkei. Als NATO-Verbündeter integriert die Türkei ihre militärischen Systeme mit denen anderer NATO-Mitglieder", heißt es in dem Schreiben vom 15. Juni.

Es ist unvorstellbar, dass wir die F-35-Technologie in die Hände der sich vertiefenden russisch-türkischen Beziehungen legen."

Mit der Behauptung, dass Ankara aktiv "die Interessen der USA untergräbt", warnte die überparteiliche Gruppe, dass die Integration von F-35-Jets in die Gesamtstruktur des türkischen Militärs die "am besten gehüteten militärischen Geheimnisse Amerikas" enthüllen würde.

"Wir haben auch kein Vertrauen, dass die Türkei die F-35 in der Region verantwortungsvoll einsetzen wird", heißt es in dem Brief, in dem festgestellt wird, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zuvor damit gedroht hat, US-amerikanische Soldaten in Syrien anzugreifen, sollten sie an der Unterstützung der YPG-Miliz in der Region Manbidsch festhalten. Die Türkei betrachtet die Kurden-Miliz als syrischen Ableger der PKK, die von der Türkei und den USA als terroristisch eingestuft wird.

Erdogan weigert sich, vom russischen Rüstungsgeschäft zurückzutreten und hat wiederholt gefordert, dass Washington seinen Vertrag einhalten und die Flugzeuge liefern sollte. Andernfalls, warnte der türkische Präsident, würde das Ankara zur Umorientierung zwingen. Die Türkei könnte nach Düsenlieferanten anderswo, möglicherweise sogar in Russland, suchen. Ankara, das gegenwärtig einen eigenen Kampfjet entwickelt, würde auf diese Weise mit russischer Hilfe eine indigene Lösung für die Modernisierung der Luftwaffe finden können.

Die Türkei strebt im Rahmen des Joint Strike Fighter-Programms, das 2014 und 2016 unterzeichnet wurde, den Kauf von rund 116 F-35-Kampfflugzeugen an. Die ersten Auslieferungen der Lockheed-Martin-Flugzeuge, die für 2018-2019 vorgesehen sind, scheinen jedoch gefährdet zu sein, nachdem US-Abgeordnete einen Gesetzentwurf zum Verbot von F-35-Lieferungen an eine "zunehmend feindliche und autoritäre" Türkei vorgelegt hatten.

Während der Senat erwartet, über die Gesetzgebung vor dem vierten Juli abzustimmen, verkündete Anfang dieses Woche Lockheed Martin, dass das Unternehmen plant, die ersten F-35 bei einer Zeremonie in Fort Worth, Texas, am 21. Juni formal an die Türkei zu übergeben.

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen