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Saudische Frauen gegen "Vogue": Prinzessin glänzt auf Cover - Aktivistinnen sitzen in Haft

Saudische Frauen gegen "Vogue": Prinzessin glänzt auf Cover - Aktivistinnen sitzen in Haft
Eine saudische Frau testet einen Fahrsimulator auf der Autoshow für Frauen, Riad, Saudi-Arabien, 13. Mai 2018.
In den sozialen Medien laufen saudische Frauen gegen die arabische "Vogue" Sturm: Während auf dem Cover des Modemagazins eine saudische Prinzessin zu sehen ist, sitzen diejenigen Frauen, die sich wirklich für den Wandel einsetzen, in Haft.

In der Juni-Ausgabe der arabischen Vogue ist Prinzessin Haifa bint Abdullah al-Saud, Tochter des verstorbenen König Abdullah, zu sehen, wie sie am Steuer eines Cabrios sitzt. 

Am 24. Juni hebt Saudi-Arabien das Fahrverbot für Frauen auf. Wochen zuvor wurden 17 Aktivistinnen verhaftet und von der saudischen Regierung als "Verräterinnen" bezeichnet. Saudische Nutzerinnen sozialer Medien werfen dem Magazin vor, diejenigen Frauen zu ignorieren, die für die Aufhebung des Fahrverbots gekämpft haben.

Amnesty Internationals Kampagnen-Chefin für den Nahen Osten, Sarah Hamid, schrieb auf Twitter: 

Wir begrüßen es, dass Saudi-Arabien Frauen endlich Führerscheine ausgestellt hat, aber genau die Frauen, die jahrelang dafür gekämpft haben, sitzen nun hinter Gittern statt hinter dem Steuer.

In den sozialen Medien wurden die Bilder der Prinzessin mit Fotos der verhafteten Aktivistinnen kombiniert. Ende Mai wurde Eman al-Nafdschan gemeinsam mit weiteren sechs Aktivistinnen verhaftet, und dies besonders im Hinblick auf deren Aktivismus gegen das Fahrverbot in ihrem Land. Loujain al-Hathloul und Asisa al-Jussef, führende Köpfe der Frauenrechtsbewegung in Saudi-Arabien, wurden anhand einer Liste von Vergehen verhaftet, auf der unter anderem die "Verletzung nationaler und religiöser Prinzipien" aufgeführt ist. 

Das Fahrverbot wurde auch aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Viele Familien sind auf zwei Einkommen angewiesen und können sich den Chauffeur nicht mehr leisten. Die ersten zehn Frauen erhielten nun einen Führerschein. Weitere 2.000 werden nächste Woche ausgehändigt. Acht der 17 Aktivistinnen wurden zunächst freigelassen.

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