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Afghanistan: Attentäter in US-amerikanischen Militäruniformen greifen Innenministerium an

Afghanistan: Attentäter in US-amerikanischen Militäruniformen greifen Innenministerium an
Symbolbild: Soldat der Alpha Company, Afghanistan, 7. Juni 2012.
Am Mittwoch versuchten Terroristen ins afghanische Innenministerium zu gelangen. Sie trugen dabei US-Militäruniformen. Die USA gehen vom Haqqani-Netzwerk als Urheber aus. US-General Nicholson sieht dennoch eine Verbesserung der Sicherheitslage in Afghanistan.

Sieben Männer versuchten am Mittwoch in das Gebäude des Innenministeriums in Kabul einzudringen. Ein Polizist starb bei dem Attentatsversuch und fünf weitere wurden verwundet. Sieben der Attentäter, die US-Uniformen trugen und einen gestohlenen Humvee fuhren, wurden erschossen, einen weiteren konnten die Sicherheitskräfte festnehmen. 

US-Marine außerhalb von Camp Gorgak in der Provinz Helmand, Afghanistan, 30. Juni 2011.

Der Sprecher der Kabuler Polizei, Hashmat Stanekzai, erklärte:

Danach [, nachdem eine Autobombe am Eingang des Geländes zum Innenministerium explodiert war,] versuchten mehrere Attentäter in das Ministerium zu gelangen, trafen jedoch auf Widerstand durch die Sicherheitskräfte. Den Angreifern gelang es nicht, in das Ministerium einzudringen. 

Weniger Attentate von Taliban und Haqqani, mehr vom IS

Der US-General John Nicholson bestritt erste Darstellungen, wonach der IS für das Attentat verantwortlich sei. Für ihn deutete alles auf das Haqqani-Netzwerk hin. Der IS hingegen verwende meist nur Selbstmordwesten und nehme hauptsächlich schiitische Minderheiten im Land ins Visier. 

Die Handschrift des Haqqani-Netzwerkes zeige sich auch darin, dass die Attentäter amerikanische Uniformen trugen: 

Wir haben in der Vergangenheit die Verwendung von [amerikanischen] Uniformen bei Attentaten gesehen. Vor gut einem Jahr kam dies etwa vor. 

Trotz der weiterhin zahlreichen terroristischen Angriffe in Afghanistan sieht Nicholson eine allgemeine Verbesserung der Sicherheitslage. Dies begründet er mit der Tatsache, dass es in den letzten 12 Monaten kein großangelegtes Attentat mehr gegeben hatte. Den Rückgang der Taliban- und Haqqani-Angriffe hätten jedoch Angriffe des IS wettgemacht. 

Der indische Premierminister Narendra Modi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi; Russland, 21. Mai 2018.

Zwei weitere Anschläge am Mittwoch in Afghanistan

Die Verwendung von Militäruniformen und Fahrzeugen sei sehr bedenklich, so der US-General, denn diese Art des Angriffs könnte die Reaktionen auf einen solchen verzögern. Den Sicherheitskräften auf dem Gelände des Innenministeriums fiel jedoch auf, dass die verwendeten Uniformen nicht mehr aktuell waren. Sie forderten die Angreifer dazu auf, aus dem Fahrzeug zu steigen. Anschließend kam es zu Kampfhandlungen. Einer der Attentäter sprengte sich selbst und einige seiner Leute in die Luft.

Der Anschlag in Kabul war nicht das einzige Attentat, das sich am Mittwoch in Afghanistan zutrug. In der östlichen Provinz Logar kamen drei Polizisten durch einen Anschlag mit einer Autobombe ums Leben. Unter den Verwundeten waren auch zwei Kinder. Für diesen Anschlag übernahmen die Taliban die Verantwortung. Eine weitere Autobombe in der Provinz von Kandahar tötete drei Zivilisten. 

Schon 2010 warnte das Pentagon Kommandanten davor, Armeeuniformen über Pakistan nach Afghanistan zu verschicken. Es bestünde die Gefahr, dass diese von den Taliban gestohlen würden, um "auf dem Schlachtfeld einen taktischen Vorteil zu erlangen". Seither wurden die Uniformen als "sensible Fracht" deklariert und nur noch auf dem Luftweg nach Afghanistan gebracht.

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