Fußballentzug für Hamas-Mitglieder hinter Gittern - Israel will so Gefangene freipressen

Fußballentzug für Hamas-Mitglieder hinter Gittern - Israel will so Gefangene freipressen
Symbolfoto: Palästinensische Gefangene verfolgen die Nachrichten im Schikma-Gefängnis in Ashkelon, Israel, 8. Februar 2005.
Die israelische Regierung will Mitgliedern der Hamas, die in israelischen Gefängnissen einsitzen, von der Fußball-WM isolieren. Die Hamas soll auf diese Weise dazu gebracht werden, zwei Israelis freizulassen und die Leichen von zweier weiterer zu übergeben.

Häftlinge, die der Hamas angehören, werden von der israelischen Regierung als Druckmittel gegen die Organisation eingesetzt. Zu den entsprechenden Maßnahmen gehört die Verweigerung von Familienbesuchen und die Verschlechterung der Haftbedingungen. 1997 wurde festgelegt, dass den Gefangenen der Zugang zum Fernsehen erlaubt werden müsse.

Am 14. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Russland. Nach dem Willen der israelischen Regierung sollen inhaftierte Hamas-Mitglieder jedoch nicht zuschauen dürfen, wie der Minister für öffentliche Sicherheit Gilad Erdan am Sonntag mitteilte.

Symbolbild: Baubeginn der Siedlung Amichai im Westjordanland, 20. Juni 2017.

Dieser informierte die Leitungen der Haftanstalten. Freigepresst werden sollen durch den Fußballentzug die beiden Israelis Avera Mengistu und Hisham al-Sayed, die seit Jahren im Gazastreifen festgehalten werden, sowie die sterblichen Überreste der Soldaten Haar Golden und Iron Saul.

Erdan sagte dazu:

Ich habe kein Interesse daran, Hamas-Terroristen die Weltmeisterschaft sehen zu lassen, während die Leichen unserer Soldaten ebenso wie unsere gefangenen Bürger in Gaza festgehalten werden. Jeder, der sich selbst aus der Familie der Nationen entfernt hat und an einer Kultur von Mördern und Terroristen festhält, kann den internationalen Sportwettkampf, der verschiedene Leute rund um die Welt verbindet, nicht genießen.

Im Eröffnungsspiel in Moskau am 14. Juni trifft Gastgeber Russland auf Saudi-Arabien. Die Arab Bank Palestine bewarb ihre hauseigene Kreditkarte - wahlweise mit Bild zum Thema Weltmeisterschaft - mit der Verlosung einer Reise zur WM 2018. Derzeit sitzen rund 6.500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen ein.

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