Streit zwischen Israel und Türkei: Netanjahus Sohn teilt gegen Erdoğan auf Instagram aus

Streit zwischen Israel und Türkei: Netanjahus Sohn teilt gegen Erdoğan auf Instagram aus
Benjamin Netanjahu mit seinem Sohn Yair
Die jüngste Kontroverse zwischen den Regierungschefs Erdoğan und Netanjahu weitet sich aus. Netanjahu-Sohn Yair schrieb auf Instagram: "F*ck Turkey". Am Dienstag hatte die Türkei nach einer Gewalteskalation in Gaza Israels Botschafter des Landes verwiesen.

Von der israelischen Regierung hieß es zu dem Posting lapidar: "Yair Netanjahu ist eine Privatperson, es ist sein Instagram-Konto." 

Am Mittwoch wurde der einzig noch verbliebene diplomatische Vertreter der Türkei in Israel einbestellt. An ihn richtete sich Kritik am nach israelischer Einschätzung bewusst schikanös vollzogenen Sicherheitscheck, dem sich der israelische Botschafter vor seiner Ausweisung aus der Türkei unterziehen musste. Der israelische Botschafter in Ankara musste die Türkei auf unbestimmte Zeit verlassen. Damit protestierte Ankara gegen den Tod von 60 Palästinensern beim Versuch tausender Personen, auf Initiative der in Gaza regierenden Hamas die Grenze zu Israel zu stürmen. Der Montag war der blutigste Tag der seit sechs Wochen andauernden Proteste im Gazastreifen. 

Das Posting von Yair Netanjahu auf Instagram: 

Es ist nicht das erste Mal, dass Yair Netanjahu in die Schlagzeilen gelangt. Im vergangenen September verärgerte er liberale Juden mit einem Cartoon. Das Bild, das Yair postete, fügte einem klassisch antisemitischen Motiv mit Echsen-ähnlichen Figuren und Juden, die von Geld fasziniert seien, eine Abbildung des bekannten US-amerikanischen Milliardärs und Philanthropen George Soros hinzu:

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan beschimpfte Benjamin Netanjahu am Dienstag als den "Premierminister eines Apartheid-Staates". Dieser habe "das Blut der Palästinenser an seiner Hand" und könne "Verbrechen nicht durch Angriffe gegen die Türkei vertuschen".

Netanjahu konterte:

Ein Mann, der Tausende türkischer Soldaten entsendet, um die Besetzung des Nordens Zyperns beizubehalten und der in Syrien einfällt, wird uns bezüglich unserer Verteidigung gegen die Hamas keine Vorschriften machen. 

Zu ethischen Fragen könne Erdoğan Israel jedenfalls nicht belehren. 

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