US-General beschwert sich: Militärflugzeuge werden bei Einsätzen in Syrien elektronisch lahmgelegt

US-General beschwert sich: Militärflugzeuge werden bei Einsätzen in Syrien elektronisch lahmgelegt
Die USA haben eine "aggressive" elektronische Kriegsführung vonseiten ihrer "Gegner" in Syrien erlebt, beschwert sich ein Top-General der USA. Moskau weist jegliche Beteiligung zurück.

Die Behauptung wurde am Dienstag vom Leiter des Kommandos für Spezialoperationen der Vereinigten Staaten, kurz SOCOM, General Tony Thomas aufgestellt. Die "tägliche" Einmischung in Syrien stört die US-Militärkommunikation und behindert Flugzeugeinsätze, äußerte der General auf dem GEOINT-Symposium 2018 der "US Geospatial Intelligence Foundation".

"Im Moment befinden wir uns in Syrien in der aggressivsten Umgebung für elektronische Kriegsführung auf dem Planeten von unseren Gegnern", sagte Thomas.

Sie testen uns jeden Tag, unterbrechen unsere Kommunikation, deaktivieren unsere AC-130-Flugzeuge und so weiter."

Einige Berichte deuten darauf hin, dass Thomas sich auf das Flugzeug vom Typ EC-130H Compass Call bezog. Die EC-130H ist ein Flugzeug, das speziell entwickelt wurde, um Einsätze der elektronischen Kampfführung durchzuführen. Sollten diese Militärflugzeuge, die selbst eingesetzt werden, um elektronische Geräte von Gegnern lahmzulegen, unbrauchbar gemacht worden sein, dann käme die Aussage von General Thomas einer peinlichen Offenbarung gleich.

Das Filmmaterial seiner Rede zeigt jedoch deutlich, dass Thomas über die AC-130 Close Air Support (CAS) Kanonenboote sprach, die unter das Kommando von SOCOM fallen. Während der General für die elektronischen Angriffe keinen Staat spezifizierte, behaupteten US-Medien, dass Russland hinter den Aktivitäten der elektronischen Störung steckt.

US-Verteidigungsminister James Mattis intervenierte am Donnerstag und erklärte, dass er die Schuld für die elektronischen Angriffe in Syrien nicht auf Russland schieben möchte. Abgesehen von Moskau sind auch syrische Regierungstruppen und iranische Soldaten im Land präsent, sagte der Beamte am Donnerstag dem Senatsausschuss für Streitkräfte.

Auch Moskau wies Behauptungen über seine Beteiligung an der elektronischen Kriegsführung gegen die USA in Syrien entschieden zurück. Russland "hat in Syrien andere Dinge zu tun", als sich an US-Systemen zu vergreifen, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Föderationsrates, Senator Jewgenij Serebrennikow, nämlich den Syrern zu helfen, ein friedliches Leben zu erreichen und zu erhalten.

"Ich weiß nicht genau, wen sie 'Gegner' nennen, aber Russland hat nichts damit zu tun, und alle Anschuldigungen sind unbegründet", sagte der Beamte.

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