Israel: Soldat bezeichnet erschossenen Jungen als "Hurensohn" und drückt ab (Video)

Israel: Soldat bezeichnet erschossenen Jungen als "Hurensohn" und drückt ab (Video)
Symbolbild: IDF-Heckenschütze testet seine Waffe, Israel, 4. März 2008.
In den sozialen Medien verbreitet sich ein Video, in welchem ein IDF-Soldat am Grenzzaun zu Gaza auf einen Jungen schießt und ihn als "Hurensohn" beschimpft. Das Militär überprüft das Video. Die jüngsten Proteste im Gazastreifen kosteten bereits 32 Leben.

Im Gazastreifen protestieren die Bevölkerung und Vertreter der Hamas gegen die Blockade durch Israel. Seit dem Ausbruch der Proteste am 30. März wurden dem Gesundheitsministerium von Gaza zufolge 32 Palästinenser getötet und 1.296 verletzt. Die Verletzungen seien durch scharfe Munition und Gummigeschosse entstanden.

Das israelische Militär, so Haaretz, überprüft nun das Video, denn für den Einsatz scharfer Geschosse ist die Erlaubnis des Kommandeurs mit dem höchsten Rang nötig. Kritiker der israelischen Vorgehensweise fühlen sich durch das Video darin bestätigt, dass die IDF auf unbescholtene Palästinenser schössen, auch dann, wenn von diesen keine Gefahr ausgehe. 

Das Video soll vor einigen Monaten aufgezeichnet worden sein. Die erste Stimme, die im Video zu hören ist, fragt:

Hast Du eine Patrone im Lauf?

Die zweite Stimme antwortet:

Ich sehe nichts wegen des Kabels. (...) Da ist ein kleiner Junge.

Dann trifft der Schütze den Palästinenser. Im Video ist eine jubelnde Stimme zu hören:

Wow, was für ein Video. Ja!

Dann sagt einer der beiden:

Der Hurensohn. Was für ein Video. Los, lauf und hol ihn da raus. Natürlich habe ich es aufgenommen.

Im weiteren Verlauf des Videos ist zu hören:

(...) Was für ein legendäres Video, (...) er flog durch die Luft! (...) haut ab ihr Hurensöhne!

Laut israelischem Gesetz dürfen die IDF auf Personen schießen, die sich der Grenze mit der Absicht nähern, diese unerlaubt zu überqueren, und sich 100 Meter oder weniger vom Zaun entfernt befinden. Die Grenze ist durch zwei Zäune gesichert. Betritt eine Person den Bereich zwischen den Zäunen, so darf ihr in den unteren Teil des Körpers geschossen werden.

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