Ost-Ghuta: Aufständische greifen zivilen Konvoi mit 300 Familien an - mindestens 3 Autos verbrannt

Ost-Ghuta: Aufständische greifen zivilen Konvoi mit 300 Familien an - mindestens 3 Autos verbrannt
Militante Gruppen, die im Damaszener Vorort Ost-Ghuta operieren, haben einen Konvoi von Zivilisten angegriffen, die versuchten, die Region zu verlassen. Die Kämpfer beschossen einen Wartebereich für Zivilisten und Journalisten, erklärte das russische Militär.

Die bewaffneten Gruppen feuerten auf einen zivilen Konvoi von etwa 300 Familien, die versuchten, Ost-Ghuta über einen humanitären Korridor zu verlassen, sagte der Sprecher des russischen Zentrums für Aussöhnung in Syrien, Generalmajor Wladimir Solotuchin, am Donnerstag vor Journalisten.

Der Konvoi geriet nur einen Kilometer vom Ausgang des Korridors entfernt unter Beschuss, wo die Angehörigen der Bewohner von Ost-Ghuta und Journalisten warteten. Es war nicht sofort klar, ob es bei dem Angriff Tote gab, aber mindestens drei Autos wurden ersten Berichten zu folge durch den Beschuss zerstört.

Die Kämpfer eröffneten auch Mörserfeuer auf den Ausgangsbereich. Beim zweiten Angriff wurde niemand verletzt. Zivilisten und Journalisten, die sich in dem Angriffsbereich aufhielten, wurden sofort evakuiert.

Das russische Verteidigungsministerium hat die Aufständischen in Ost-Ghuta beschuldigt, Zivilisten als menschlichen Schutzschild zu benutzen. Die Kämpfer sabotieren die Hilfsbemühungen der UNO, heißt es weiter.

Am Sonntag verhängten die Aufständischen eine Ausgangssperre und bestraften öffentlich Zivilisten für Verletzungen der Sperre in einem offensichtlichen Versuch, sie daran zu hindern, aus Ost-Ghuta zu fliehen, sagte das Ministerium.

Trotz der Berichte von Provokationen auf Seiten der Aufständischen wirft das Weiße Haus Russland vor, Zivilisten in der Region getötet zu haben und die Bedingungen eines 30 tägigen Waffenstillstands für humanitäre Hilfen in Syrien zu ignorieren, das vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNSC) eingeführt wurde. Moskau hat diese Anschuldigungen als "falsch" abgewiesen und die USA der Heuchelei beschuldigt.

Das russische Militär fordert, dass militante Gruppen, die Ost-Ghuta besetzen, Zivilisten die Flucht gestatten. Am Montag wurden den Kämpfern und ihren Familien eine Evakuierung aus der Stadt sowie Sicherheitsgarantien angeboten, um die Situation zu deeskalieren.

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